Es ist inzwischen eine medial breit inszenierte Tradition: Das olympische Feuer wird per Fackellauf zum nächsten Austragungsort der Olympischen Spiele gebracht. So auch aktuell in Südkorea, wo im nächsten Jahr in Pyeongchang die Winterausgabe der sportlichen Großveranstaltung stattfinden wird. Das Land wollte diese Gelegenheit nun nutzen, um auf verschiedene technologische Entwicklungen aufmerksam zu machen. Im Mittelpunkt dabei: Der Roboter Hubo. Dieser wurde vom „Korea Advanced Institute of Science and Technology“ entwickelt und hat unter anderem im Jahr 2015 die mit zwei Millionen Dollar Preisgeld versehene sogenannte „Darpa Robotics Challenge“ als bester Notfallroboter gewonnen. Nun hatte er im Rahmen des Fackellaufs gleich mehrere Aufgaben und bewältigte diese ebenfalls sehr erfolgreich.


Die Fackel von Hubo wird entzündet. Foto: POCOG

Der Roboter FX-2 wurde erstmals in der Öffentlichkeit zum Einsatz gebracht

Zunächst aber trug Dennis Hong, Professor für Robotik und Mechanismen an der UCLA, die Fackel. Gefahren wurde er dabei von einem selbstfahrenden Auto. Anschließend übernahm Hubo das zentrale Objekt und transportierte es über rund 150 Meter. Zwischendurch hatten sich die Organisatoren zudem noch eine Besonderheit einfallen lassen: Der humanoide Roboter traf auf eine Hinderniswand und musste dort mit seiner anderen Hand ein Loch hineinbohren – was er problemlos schaffte. Anschließend wurde die Fackel an den Roboter FX-2 übergeben. Entwickelt wurde dieser im Rahmen des Samsung Junior Software Cup und wurde nun erstmals in der Öffentlichkeit präsentiert. Die Steuerund des FX-2 übernahm folgerichtig der Schüler Jung Jae Lee.

Der FX-2 feierte im Rahmen des Fackellaufs seine Premiere. Foto: POCOG

Zuvor wurde die Fackel auch schon per Unterseeroboter transportiert

Anschließend ging die Fackel dann wieder in menschliche Hände über. Kurz vor Beginn der olympischen Winterspiele am 09. Februar soll das Feuer dann in Pyeongchang eintreffen und dort während der zweiwöchigen Veranstaltung brennen. Der Einsatz von Hubo und FX-2 war nicht die erste spektakuläre Aktion, die sich die Organisatoren in Südkorea ausgedacht haben. Zu Beginn des Fackellaufs kam beispielsweise bereits ein Unterseeroboter zum Einsatz, der die Fackel ebenfalls sicher an den nächsten Teilnehmer übergab. Auch für die Spiele selbst verspricht Südkorea den Einsatz modernster Technik. Der Präsident des Organisationskomitees Lee Hee-beom hat jedenfalls die „am besten vernetzten und technologisch fortschrittlichsten Spiele aller Zeiten“ versprochen.


Via: New Atlas

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