Es gibt aktuell eine ganze Reihe verschiedener Konzepte, die die klassische Landwirtschaft ergänzen oder auch teilweise ersetzen sollen. Dies beginnt beim Vertical Farming, bei dem riesige Fabrikhallen bis unters Dach genutzt werden, geht über das Urban Gardening im öffentlichen Raum bis hin zum Aqua Farming auf dem Wasser. Das Projekt Swela stellt dabei eine Mischung aus den beiden letztgenannten Alternativen dar: Es handelt sich um eine riesige Plattform, die vor der Küste New Yorks ankern und dort frisches Gemüse produzieren soll. Dieses soll dann aber nicht verkauft werden, sondern kann von den Bewohnern kostenfrei selbst geerntet werden.


Copyright: Swale
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Eine Insel kann rund dreihundert Menschen versorgen

Denn bei Swale handelt es sich nicht um eine kommerzielle Einrichtung, sondern um ein Kunstprojekt. Die Initiatoren wollen damit vor allem eine Frage aufwerfen: Ist es richtig, dass frisches Gemüse momentan teuer bezahlt werden muss oder sollte dies nicht Teil der öffentlichen Grundversorgung sein? Die schwimmende Insel ist dabei immerhin in der Lage, rund 300 Menschen für vier Tage die Woche mit frischem und lokal angebautem Gemüse zu versorgen. Vermutlich könnten es sogar noch mehr sein, doch die Köpfe hinter dem Projekt haben sich für einen Mischanbau entschieden – es werden also beispielsweise auch Bäume gepflanzt. Alte ausrangierte und umgebaute Schiffscontainer sorgen dabei dafür, dass die schwimmende Farm nicht untergeht.

Die Farm dient auch als Park zum spazieren und erholen

Die Auswahl der angebauten Pflanzen ist dabei durchaus vielfältig. Sie reicht von Himbeeren über Mangold und Rote Beete bis hin zu Lauch und Artischoken. Der Wasserverbrauch soll dabei teilweise über Regenwasser und teilweise durch Flusswasser gedeckt werden. Letzteres muss allerdings vorher gereinigt und entsalzt werden, weshalb auf der Insel auch eine Klär- und Entsalzungsanlage integriert ist. Diese versucht dabei, auch diesen Vorgang so natürlich wie möglich zu gestalten. Die Bewohner New Yorks sollen die Insel zudem nicht nur zur Nahrungsversorgung nutzen, sondern auch als Park zur Naherholung oder als Veranstaltungsort für verschiedene Projekte.


Via: SWALE

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