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Syrien-Krieg: Russische Drohne liefert Bilder der zerstörten Millionenstadt Homs

Homs war einst eine pulsierende Metropole mit mehr als einer Millionen Einwohnern. Als der arabische Frühling im März 2011 auch auf Syrien übergriff, gehörte Homs zu den ersten syrischen Städten, in denen es zu Massenprotesten kam. Doch die friedlichen Proteste wurden mit massiver Gewalt beantwortet, schon im April 2011 rückten Panzer in die Stadt ein. Viele Oppositionsgruppen begannen nun ihrerseits sich zu bewaffnen und Homs wurde zu einem Schlachtfeld. Lange Zeit galt Syriens drittgrößte Stadt dabei sogar als Hauptstadt der Rebellion. Inzwischen allerdings ist es der syrischen Armee gelungen die Stadt einzunehmen – nicht zuletzt dank massiver Luftunterstützung. Die Kosten dafür waren allerdings hoch, wie Bilder einer russischen Drohne nun zeigen.

Quelle: Screenshot

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Menschenleere Straßen führen durch zerstörte Stadtviertel

Diese überflog die einst so lebendige Stadt und brachte apokalyptische Bilder mit zurück. So sind fast alle Häuser ausgebombt, lediglich die große Moschee scheint noch einigermaßen unbeschädigt zu sein. Die Straßen, auf denen einst mehr als eine Millionen Menschen wuselten, sind wie ausgestorben. Die wenigen in der Stadt verbliebenen Einwohner trauen sich kaum noch vor die Tür. Nur einige Kinder trotzen all den Zerstörungen und spielen auf der Straße. Die allermeisten Einwohner der Stadt haben allerdings längst die Flucht ergriffen, sind entweder bei Verwandten in anderen Teilen Syriens untergekommen, in die Nachbarländer geflohen oder haben sich auf den Weg nach Europa gemacht.

Die Drohne flog im Auftrag einer russischen Produktionsfirma

Produziert wurden die Bilder von der russischen Firma „Russia Works“, die unter anderem für das russische Staatsfernsehen arbeitet. Informationen der russischen Staatsmedien sind normalerweise mit Vorsicht zu genießen, in diesem Fall sprechen die Bilder aber für sich. Sie zeigen dabei auch, dass selbst ein aktuell utopisch erscheinendes Ende des Krieges in Syrien nur ein erster wichtiger Schritt sein kann. Auch anschließend werden die Bewohner von Homs noch jahrelange Unterstützung benötigen, um ihre Stadt wieder aufzubauen.

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1 Kommentar

  1. Schon beeindruckend, wie blöd die Menschheit so ist. ^^ Diese Aufnahmen sollten mal 5 Minuten in der Tagesschau kommen, vielleicht überlegt sich ja der ein oder andere „Spaziergänger“ ob er Montags für die richtige Sache auf die Straße geht.

    Grüße

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