Autonomes Fahren wird in Zukunft immer mehr zum Thema werden. Es gibt bereits zahllose Testprojekte, in denen diverse autonome Fahrzeuge getestet werden. So schickte Mercedes Benz beispielsweise einen autonom fahrenden Bus in Amsterdam auf Probefahrt, und Uber experimentiert mit selbstfahrenden Taxis. In den meisten Fällen besteht für die menschlichen Insassen aber noch eine Eingriffsmöglichkeit, die meisten Testfahrten werden sogar mit einem menschlichen Fahrer durchgeführt, der im Notfall eingreifen kann. Das Ziel der Entwicklung autonomer Fahrzeuge ist es jedoch, dass die Insassen höchstens noch das Fahrtziel auswählen müssen. Übertragen auf Fahrzeuge, deren Zweck nicht darin besteht, Personen zu transportieren, würde das bedeuten, dass überhaupt keine Menschen mehr benötigt werden. Das Konzept des „T-Pod“, einem autonomen Truck, setzt das recht konsequent um.


Elektrischer Truck ohne Fahrerkabine

Das „T-Pod“-Konzept verfügt weder über eine Fahrerkabine noch über Fenster, es ist komplett auf den autonomen Fahrbetrieb ausgelegt. Das sieht optisch etwas ungewohnt aus, ist aber letztlich das Resultat des konsequenten Weiterdenkens des Gedankens des autonomen Fahrens.


Der T-Pod wird elektrisch betrieben und hat eine Reichweite von etwa 200 Kilometer, was unter anderem der großen Ladekapazität von 20 Tonnen geschuldet ist. So viel Ladung durch die Gegend zu fahren benötigt nun mal eine Menge Energie. Wenn der Truck leer fährt, ist die Reichweite entsprechend höher. Robert Falck, CEO des schwedischen Startups Einride, das den T-Pod entworfen hat, sieht darin aber kein Problem: „If you have to stand still maybe one-third of the time to actually charge, that makes the business case for having a truck driver in a battery-powered truck not that good. But if you remove them and create a system where the truck driver drives it remotely and controls a fleet, you overcome that problem.

200 T-Pods bis 2020

Ganz ohne Menschen geht es dann aber doch nicht. Der Truck hat eine Funktion, bei der ein Operator bei Bedarf per Fernsteuerung das Steuer übernehmen kann. Dies wird vor allem der Fall sein, wenn der Trucks in Städte kommt und sich auf kleineren Straßen bewegt.

Der komplette Verzicht auf eine Fahrerkabine macht den Truck in der Produktion günstiger und insgesamt kleiner. Wie auch andere elektrische Fahrzeuge wird auch der T-Pod so gut wie lautlos unterwegs sein und keinerlei CO²-Ausstoß haben. Bei den schweren Dieselmaschinen, die normalerweise in Trucks zu finden sind, ist der Effekt beim Umstieg auf einen Elektromotor besonders groß.

Der T-Pod von Einride soll bereits dieses Jahr in Schweden getestet werden, die ersten Tests im Flottenbetrieb sollen 2018 zwischen Göteborg und Helingsborg stattfinden. Einride betont, dass es technisch gesehen bereits heute nicht illegal sei, den T-Pod auf schwedischen Straßen zu nutzen. Außerdem steht in Schweden eine Gesetzesänderung bevor, die es explizit erlauben soll, selbstfahrende Fahrzeuge auf den Straßen zu testen. Bis 2020 sollen 200 T-Pods in Schweden unterwegs sein. Einride möchte auch das entsprechende Netzwerk von Ladestationen bereitstellen.

via FastCoExist

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