Im Zuge der Finanzkrisesind gerade einige Unternehmen Konkurs gegangen oder sind kurz davor, wie z.B. der US-Autobauer GM. Der ideale Anlass also um sich einmal die größten Pleiten der Geschichte anzusehen. Welche Konkurse von Unternehmen waren die größten?
Überraschend war für mich zu sehen, wie groß der Konkurs von Lehman Brothers eigentlich war. 691 Milliarden USD – eine unvorstellbare Summe. GM wäre da mit 91 Milliarden gerade zu lächerlich, auch wenn es damit die 4. größte Pleite überhaupt wäre. Selbst Worldcom welches damals als DER Inbegriff der Internet-Bubble galt ist mit 103,9 Milliarden immer noch nur ein Bruchteil von Lehman Brothers. Über die ganze Statistik hinweg zeigt sich deutlich, dass ein Großteil der größten Konkurse von Unternehmen aus dem Finanzbereich stammen. Gerade hier wird mit unvorstellbarem Leichtsin, und Risikobereitschaft gepaart mit Profitgier das Geld anderer Leute verzockt. Banken und Versicherungen – Die Instutitionen also die uns eigentlich versprechen auf unser Geld aufzupassen, diese sinde es auch die die größten Pleiten der Geschichte selbst verursacht haben oder Teil davon sind.
Die aktuelle Finanzkrise hat ja eine tiefe Rezession nach sich gezogen. Doch wann ist diese Rezession endlich vorbei – und wie lange dauerten Rezessionen bisher in der Vergangenheit. In dieser Statistik sind alle bedeutenden Rezessionen in den USA aufgezeichnet und ihre durchschnittliche Dauer, bis sie ihren Tiefpunkt erreicht hatten:
Rezessionen in den USA 1900 – 2009
US Rezessionen seit 1900 und deren Dauer
Im Durchschnitt dauerte eine Rezession 14,43 Monate, doch die aktuelle Rezession nach dieser Finanzkrise dauerte bis Mitte März (der voraussichtliche Tiefststand) schon 17 Monate. Damit dauerte nur die Krise in den USA 1929 länger – Satte 43 Monate!
Auch wenn die großen Reiseveranstalter die Nachfrage für den Sommerurlaub 2009 noch schön reden und darauf verweisen, dass auch der Winterurlaub kaum Rückgänge verzeichnet habe, so ist dennoch anzunehmen, dass es zu weniger Buchungen für Sommerurlaube kommen wird. Wie ich zu der Annahme komme?
Ganz einfach, ich habe Saisonale Trends bei Suchanfragen in meine Prognose einbezogen. Suchanfragen für “Sommerurlaub” treten jedes Jahr zu bestimmten Zeiten vermehrt auf. Speziell in der Zeit direkt nach Weihnachten wird besonders oft der Sommerurlaub für das nächste Jahr geplant, da viele Unternehmen auf eine Urlaubsplanung bestehen. Sehen Sie selbst, wann am ehesten nach einem Urlaub im Sommer gesucht wird:
Google Trends – Suchanfragen nach Sommerurlaub 2004-2009
Die Statistik zeigt deutlich, dass es 2009 ca. 20% weniger Anfragen nach Sommerurlaub gab als die Jahre zuvor. Die Finanzkrise hat also auch hier ihre Spuren hinterlassen. Nach Zwangsurlaub und Kurzarbeit haben viele Arbeiter schlichtweg keine Urlaubstage mehr verfügbar. Zudem kommt natürlich auch die Unsicherheit über den eigenen Job und den finanziellen Rahmen, was auch eher zum sparen beim Urlaub anregt.
Ok, vielleicht nicht ganz “live”, dafür passt es sehr gut zur aktuellen Finanzkrise und zur Diskussion, ob die Web2.0 Bubble (wenn es sie denn gibt) bald platzt.
Den Songtext zum Musikvideo “Here comes Another Bubble” von The Richter Scales gibt es hier:
Die Zukunft der Elektroautos liegt näher als man denkt!
Vor nicht allzu langer Zeit wurden Elektroautos noch belächelt. Sie wären zu langsam, zu unhandlich und hätten ein lächerliches Design lästerten die nach Statussymbolen lechzenden Automobilliebhaber. Vor allem US-Firmen konzentrierten sich auf die Produktion großer, benzinfressender Geländewagen.
Nun befindet sich die gesamte Autobranche in einer Krise: BMW, Daimler, Opel, Kia, Hyundai, Fiatund viele andere Hersteller stellen weltweit auf Kurzarbeit um und drosseln die Produktion. Tausende von Arbeitsplätzen werden gestrichen. Zulieferer trauen der Solvenz ihrer Partner nicht mehr und kürzen deshalb die Lieferungen – wie im Fall des japanischen Autobauers Ssangyong. Andere Autozulieferer, wie hierzulande Stankiewicz, stehen vor der Pleite, weil ihre Teile nicht mehr gebraucht werden. General Motors und Chrysler erbettelten sich Staatshilfe in Milliardenhöhe. Auch die europäischen Regierungen greifen den angeschlagenen Konzernen unter die Arme.
Die Finanzkrise und der hohe Ölpreis stürzten die Fahrzeugindustrie ins Verderben. Nur wenige Kunden können sich noch teure Spritschlucker leisten. Die Auto Trends der Zukunft sind kleine, ökonomische Cityflitzer.