Dez 21

bewegungsdaten-handyNachdem die Privatsphäre durch Vorratsdatenspeicherung und Aufhebung des Bankgeheimnisses eh schon aufgeweicht wurde, werden nun auch die Bewegungsdaten von Handynutzern aufgezeichnet und interessierten Kunden zum Verkauf angeboten. Der österreichische Mobilfunkanbieter A1 (ehem. Staatsbetrieb) hat diesen Service vor Kurzem vorgestellt. Insgesamt stehen nun die Bewegungsdaten von ca. 4 Millionen Handynutzern in Österreich zum Verkauf. Eine der ersten Services welche mit diesem Dienst umgesetzt wurden ist eine Stauwarnung. Wenn viele A1 Nutzer sich in einem Gebiet befinden und sich langsam fortbewegen, dann wird dies auf der Karte als Stau angezeigt.

Stauwarnung für Wien von A1

Stauwarnung für Wien von A1

Noch ist nicht klar, ob die Daten auch geclustert zu kaufen sind – sonst könnte man z.B. alle Handybenutzer heraus filtern, die regelmäßig an bestimmte Orte fahren, an Demonstrationen teilgenommen haben, etc. Auf jeden Fall ein wunderbares Instrument für die Geheimdienste dieser Welt – die sich vermutlich nicht um die Privatsphäre der Handynutzer kümmern werden. In diesem Sinne – Auf Wiedersehen Anonymität!

(via)

Feb 05

überwachungsstaat - mister SecurityIn der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte heist es in Artikel 13 Punkt 1:

Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen.

Von diesem Recht macht der Künstler Christoph Faulhaber als “Mister Security” gezielt gebrauch. Dass er mit seiner Kunstaktion auf eine Terrorliste des US-amerikanischen FBI geraten würde, hatte er aber nicht gedacht.

Ursprünglich wollte der 36-Jährige mit seinem Projekt “Mister Security” untersuchen, wie öffentlich der öffentliche Raum noch ist und wie weit der Überwachungsstaat schon fortgeschritten ist. In der Rolle eines Mitarbeiters einer fiktiven Sicherheitsfirma wachte er vor Konsulaten und Botschaften der USA in Europa. Auch vor der Baustelle zum neuen BND-Hauptsitzes in Berlin (Bundes Nachrichtendienst) stellte er sich auf eine Leiter und blickte über den Zaun – was den Geheimdienst-Leuten eigentlich gar nicht in den Kram passte und sofort Alarm auslöste, wie dieser 3sat Beitrag augenscheinlich beweist.

Mister Security – Alarm im Überwachungsstaat

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