Für Startups gilt ebenso wie für große Konzerne: Die Auswahl der richtigen Mitarbeiter ist von entscheidender Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg. Doch der Bewerbungsprozess läuft noch immer erstaunlich traditionell ab. Bewertet werden die Bewerber in erster Linie anhand ihres Lebenslaufes und der vorhandenen Zeugnisse. Der Mensch hinter diesen Fakten kommt hingegen zumeist erst beim Bewerbungsgespräch ins Spiel.


Die innovative App Talentcube der Gründer Hendrik Seiler, Sebastian Niewöhner und Sebastian Hust will dies nun ändern. Dank der neuen Technologie soll zum einen eine komplette Bewerbung über die App möglich sein. Dies macht Sinn, weil schon heute 76 Prozent der deutschen Bevölkerung auf dem Handy nach Stellenangeboten sucht.

Mit dem Talentcube wollen drei Gründer in "Die Höhle der Löwen" überzeugen.
Mit dem Talentcube wollen drei Gründer in „Die Höhle der Löwen“ überzeugen. Foto: MG RTL D / Frank Hempel

Bewerber müssen per Video spontan drei Fragen beantworten

Mit dem Talentcube muss für die Bewerbung dann nicht einmal das Medium gewechselt werden. Die App bietet aber noch eine andere Besonderheit: Die Unternehmen können bis zu drei Fragen im Bewerbungsprozess hinterlegen. Diese müssen von den Bewerbern dann spontan und in einem Video beantwortet werden. Somit erhalten die Firmen direkt einen persönlichen Eindruck des Bewerbers – und können im Idealfall besser entscheiden, bei wem sich die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch lohnt. Für die Bewerber wiederum bietet dieser Ansatz die Möglichkeit, die eigenen Stärken auch außerhalb des trockenen Lebenslaufes zu präsentieren. Im besten Fall ergibt sich durch den Einsatz des Talentcube also ein Vorteil für beide beteiligten Parteien.

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Zuletzt aktualisiert am 18.01.2018

Der Talentcube wurde bisher komplett ohne Fremdkapital entwickelt

In „Die Höhle der Löwen“ bitten die drei Gründer nun um ein Investment in Höhe von 400.000 Euro. Im Gegenzug sind sie bereit, zwanzig Prozent der Unternehmensanteile abzugeben. Sollte es tatsächlich zu einem Deal kommen, wäre dies eine Premiere. Denn bisher wurde das Startup komplett ohne Fremdkapital aufgebaut. Inzwischen kann den Investoren in der Höhle der Löwen mit dem Talentcube aber nicht nur ein fertig entwickeltes Produkt präsentiert werden, sondern es wurden auch bereits erste ernst zu nehmende Umsätze erzielt. Mit der Unterstützung eines oder mehrerer Löwen soll die Innovation für den Stellenmarkt nun großflächig verbreitet werden.


Frank Thelen gilt als Experte für Apps und deren Geschäftsmodelle

Da ein Pitch in vielen Bereichen einem Bewerbungsgespräch nicht unähnlich ist, darf man zudem gespannt sein, wie sich die drei Gründer in der Höhle der Löwen schlagen. Einen Wunschinvestor haben sie bisher noch nicht erkennen lassen. Fakt ist aber: In der Welt der Apps ist vor allem Frank Thelen zuhause. Dieser gilt in diesem Bereich aber auch als besonders kritisch. Wichtig für ihn vor allem: Kann das Geschäftsmodell der App schnell genug skaliert werden, um in kurzer Zeit enorme Nutzerzahlen zu erreichen? Nur dann ist er zu einem Investment bereit. In der Vergangenheit hat zudem auch Carsten Maschmeyer regelmäßig in innovative Apps investiert.

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1 Kommentar

  1. Christian

    21. November 2017 at 08:19

    Hm, bis auf „das mit dem Video“ kann ich hier aus dem Beitrag keinen konkreten Mehrwert entnehmen – vor allem im Vergleich mit dem Konkurrenten Truffls. Dazu, siehe aktuelle Trends und Untersuchungen, ist der persönliche Eindruck oft schlechter als gedacht – für das Unternehmen, nicht den Bewerber – da hier (in der Regel) unfähige Personaler und sich gut verkaufen könnende Bewerber immer eine ineffiziente Melange ergeben…

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