Elon Musk gehört zu den bekanntesten Unternehmern weltweit. Der in Südafrika geborene 46-Jährige war einst an der Gründung von Paypal beteiligt und hat seitdem eigentlich ausgesorgt. Stattdessen stürzt er sich in immer neue Projekte. So leitet er mit SpaceX ein privates Raumfahrtunternehmen, will mit The Boring Company unzählige Tunnel bohren und nun wohl auch selbst einen Hyperloop entwickeln. Weltweit am meisten Schlagzeilen macht er aber als Chef des Elektroauto-Pioniers Tesla. Musk kann dabei auf eine ganze Reihe an Erfolgen verweisen: Der Börsenwert des Unternehmens liegt höher als bei vielen traditionsreichen Autobauern und es ist nicht zuletzt Tesla zu verdanken, dass die Elektromobilität weltweit auf dem Vormarsch ist. In einigen Punkten hat Musk sich aber auch zu weit aus dem Fenster gelehnt.


Elon Musk besitzt bereits das neue Model 3. Andere Kunden müssen hingegen deutlich länger warten. Foto: Elon Musk

1. Endlich Gewinne!

Elektroautos zu bauen und zu vermarkten, ist keine leichte Aufgabe. Etwas einfacher wird es allerdings, wenn dabei keine Gewinne erzielt werden müssen. Genau dies wird Tesla immer wieder vorgeworfen. Der Porsche Betriebsratschef spricht sogar von einem „unmoralischen Geschäftsmodell“. Denn bisher lebt der Elektroautobauer fast ausschließlich von Investorengeldern. Ursprünglich hatte Musk angekündigt, im Jahr 2016 Gewinne machen zu wollen. Tatsächlich gelang dies aber nur in einem Quartal – insgesamt lag der Nettoverlust bei 675 Euro.


2. Die Massenproduktion.

Immer wieder verspricht Musk, dass Tesla die Produktion weiter hochfahren werde. Dies ist wichtig, weil nur so die Kosten pro Fahrzeug weiter gesenkt werden können. Tatsächlich bleiben die Produktionszahlen aber regelmäßig hinter den Ankündigungen des Unternehmenschefs zurück. So sollten im Jahr 2015 insgesamt 55.000 Tesla auf den Markt kommen – es wurden aber nur rund 50.000. Dasselbe Spiel gab es auch ein Jahr später: Aus 90.000 Autos wurden 76.000. Besonders schlecht lief es nun beim Tesla Model 3. Von dem neuen Mittelklassewagen wurden im dritten Quartal nicht einmal dreihundert Exemplare angefertigt.

3. Autonomes Fahren.

Immer wieder erweckt Musk den Eindruck, schon bald könnten die Teslas von ganz alleine durch die Gegend fahren. Tatsächlich wurde auch ein sogenannter Autopilot vermarktet. Dieser ist aber nur ein Fahrassistenzsystem. In Sachen autonomes Fahren befinden sich die heute verkauften Tesla lediglich auf Level 2 von 5. Die eigenen Ingenieure und Entwickler sehen den Ehrgeiz ihres Chefs zudem extrem kritisch – was bereits zu zahlreichen Kündigungen geführt hat. Zu viele Fahrassistenzsysteme können nämlich auch die Sicherheit des Fahrers gefährden, weil dieser dadurch die Konzentration verliert.

4. Neue Modelle!

Auch die Entwicklungsabteilung von Tesla muss immer wieder Verzögerungen einräumen. Der Geländewagen Model X beispielsweise kam nicht wie angekündigt im Jahr 2014 auf den Markt, sondern im Herbst 2015. Beim groß angekündigten Tesla Semi-Truck, einem Elektrolastwagen für emissionsfreie Lieferungen, scheint sich dieses Spiel nun zu wiederholen. Die Präsentation wurde bereits dreimal verschoben. Offizieller Grund: Die Probleme bei der Produktion des Model 3.

5. Die Batterieproduktion.

Elon Musks Vision geht weit über den Bau von Autos hinaus. Er will ein Wirtschaftssystem erschaffen, dass auf nachhaltigen Energiequellen basiert. Tesla produziert daher inzwischen auch Solardächer und Speicherlösungen. Allerdings sind die Synergieeffekte bei der Produktion von Autobatterien und Stromspeichern nicht so hoch wie gedacht. Die Folge: Auch bei der Auslieferung der Powerwall 2 liegt das Unternehmen weit hinter den eigenen Zeitplänen zurück. Davon sind auch zahlreiche Kunden in Deutschland betroffen.

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1 Kommentar

  1. Jin

    10. Oktober 2017 at 14:21

    ja,… und??
    Andere Hersteller hatten Jahrzehnte Zeit und haben ebenfalls immer wieder Ankündigungen gemacht, die größtenteils nie verwirklicht wurden, also bitte, was soll dieser Jammerbeitrag, wenns mal etwas länger dauert, der Mann macht wenigst was und bringt etwas voran im Gegensatz zu den Betonköpfen der „alten“ Industrien.

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