Vor einigen Jahren verbreitete Tesla die Vision eines Netzwerkes an Batteriewechsel-Stationen. Kunden sollten ihr Elektroauto also nicht selbst aufladen müssen, sondern würden an speziellen Einrichtungen einfach einen neuen und voll aufgeladenen Akku erhalten. Im Jahr 2013 präsentierte Tesla sogar eine erste Demo-Version einer solchen Wechselanlage. Das vollmundige Versprechen: Die Wartezeit sollte später einmal lediglich 90 Sekunden betragen. Im Anschluss allerdings mussten die Ingenieure feststellen, dass die Idee zwar einleuchtend klingt – die Umsetzung aber mit vielen technischen Problemen behaftet ist. Der Autobauer verabschiedete sich daher zunächst von dem Vorhaben und baute stattdessen ein großflächiges Netzwerk an Superchargern auf. Nun hat Tesla allerdings einen Patentantrag für eine mobile Anlage zum Batteriewechsel eingereicht.


Auf den Zeichnungen aus dem Patentantrag lassen sich bereits erste Details erkennen.

Das neue System soll nicht mehr komplett autonom arbeiten

Von den ganz großen Ankündigungen hat man diesmal allerdings Abschied genommen: Für einen Wechsel werden rund fünfzehn Minuten veranschlagt. Also deutlich mehr als für einen normalen Tankstopp, aber weniger als für eine Ladung an der Ladesäule. Auf den eingereichten Zeichnungen ist zudem zu sehen, dass das Auto zunächst in die Höhe gehoben wird – und so der Wechsel des Akkus ermöglicht wird. Früher war hingegen mit unterirdischen Lösungen experimentiert worden. Eine weitere wichtige Neuerung: Ursprünglich war angedacht, einen voll autonomen Wechsel zu ermöglichen. Das neue System hingegen ist auf einen oder mehrere Mechaniker angewiesen. Auch in diesem Punkt scheint Tesla sich also von zu großen Ambitionen verabschiedet zu haben.

Die Idee des Akkuwechsels scheint weiterhin verfolgt zu werden

Entworfen wurde die Anlage für die Tesla Modelle S und X. Das Konzept sollte sich aber auch relativ leicht auf den neuen Model 3 übertragen lassen. Deutlich schwieriger könnte es aber beim geplanten Semi-Truck des Konzerns werden. Wie immer bei Patentanmeldungen ist zudem abzuwarten, ob die geschützte Idee dann auch tatsächlich umgesetzt wird. Die Anmeldung deutet aber in jedem Fall darauf hin, dass sich die Tesla-Manager noch nicht vollständig von der Idee verabschiedet haben, die Akkus von Elektroautos nicht aufzuladen, sondern auszutauschen. Damit müsste dann aber auch eine neue Form der Abrechnung einhergehen.


Via: Engadget

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