Viele indische Großstädte haben mit Smogproblemen zu kämpfen. Die Hauptstadt Neu Delhi gilt sogar als die Stadt weltweit mit der schlechtesten Luftqualität. Die Regierung hat daher das ambitionierte Ziel ausgegeben, dass ab dem Jahr 2030 nur noch Elektrofahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein sollen. Der Elektroauto-Pionier Tesla ist auf dem indischen Subkontinent bisher allerdings nicht aktiv. Dies liegt nicht zuletzt an den immens hohen Importzöllen für im Ausland produzierte Autos – eine Regelung, die aktuell auch von US-Präsident Donald Trump für die USA propagiert wird. Nun allerdings gab Tesla-Chef Elon Musk bekannt, dass sein Unternehmen „hoffentlich noch diesen Sommer“ erstmals auf dem indischen Markt aktiv werde.


Tesla Motors

Tesla ist auf der Suche nach einem neuen Produktionsstandort

Dies könnte auch mit einem Besuch des indischen Verkehrsministers Nitin Gadkari im Silicon Valley im vergangenen Sommer zusammenhängen. Damals hatte der Politiker versucht, Tesla davon zu überzeugen, eine Fabrik in Indien zu errichten. Das Angebot war dabei ziemlich konkret: Der Minister bot sogar bereits ein entsprechendes Grundstück an. Tesla ist aktuell tatsächlich auf der Suche nach einem neuen Produktionsstandort, denn bis zum Jahr 2020 soll die jährliche Produktion auf eine Millionen Elektrofahrzeuge erhöht werden. Bisher äußerte sich Tesla allerdings noch nicht dazu, ob in Indien eine neue Fabrik gebaut wird. Als sicher gilt nur, dass der neue Tesla Model 3 auch auf dem Subkontinent verfügbar sein wird.


Tesla- Kunden sollen auf die nötige Infrastruktur zurückgreifen können

Zeitgleich mit dem Markteintritt in Indien soll dort dann auch ein Netz an Ladestationen aufgebaut werden. Tesla ist in diesem Zusammenhang sehr vorsichtig, was den Markteintritt in neue Länder angeht. Musk will stets sicherstellen, dass die Kunden auch auf ein Netz an Service-Centern und Ladeinfrastruktur zurückgreifen können, bevor Tesla mit dem Verkauf seiner Autos beginnt. Trotz aller Vorbereitungen halten neue Märkte aber nicht immer, was sie zu versprechen scheinen. Diese Erfahrung musste Tesla in China machen. Dort verkaufte das Startup im Jahr 2014 lediglich 3.500 Autos und blieb damit weit hinter den eigenen Erwartungen. Inzwischen haben die Verkaufszahlen allerdings angezogen.

Via: Fortune

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1 Kommentar

  1. Wallbox Guru

    9. Februar 2017 at 12:43

    2030 steht in Deutschland ja auch zur Debatte. Bei dem schleppenden Aufbau der Infrastruktur sehe ich da allerdings schwarz! Zudem hab ich das Gefühl dass die deutsche Autoindustrie sich immer noch auf Made in Germany ausruht. Hier wird einiges verschlafen.

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