Tesla betreibt eines der größten Netze an Ladestationen für Elektroautos weltweit. Ursprünglich waren die sogenannten Supercharger vor allem gedacht, um längere Überlandfahrten zu ermöglichen. Dementsprechend sind sie in der Regel entlang von Autobahnen und Highways zu finden. Für Tesla-Besitzer in der Stadt bedeutet dies aber: Der Weg zum nächsten Supercharger kann recht weit sein. In Deutschland ist dies beispielsweise in Hamburg und Berlin der Fall. Nun hat der kalifornische Autobauer reagiert und die Installation der ersten innerstädtischen Supercharger in Boston und Chicago angekündigt. Die neuen Ladestationen wurden extra so konzipiert, dass sie möglichst wenig Platz beanspruchen. Denn innerstädtische Flächen sind natürlich deutlich begehrter als Flächen am Rande einer Autobahnraststätte.


Parkhäuser in der Innenstadt könnten als Standort dienen. Foto: Tesla

Ein Ladevorgang nimmt zwischen 45 und 50 Minuten in Anspruch

Allerdings geht das überarbeitete Design auf Kosten der Leistungsfähigkeit. Während die normalen Supercharger es auf eine Ladeleistung von bis 120 Kilowatt bringen, liegt der entsprechende Wert in den Innenstädten nur bei 72 Kilowatt. Dafür ist diese Leistung aber garantiert. Sprich: Selbst wenn alle vorhandenen Ladesäulen besetzt sind, sinkt die Ladeleistung nicht. Konkret bedeutet dies für die Nutzer der neuen Supercharger: Für einen kompletten Ladevorgang müssen zwischen 45 und 50 Minuten einkalkuliert werden. Die neuen Ladestationen werden daher vornehmlich neben Supermärkten, Einkaufszentren und in der Nähe beliebter Einkaufsstraßen installiert. So können die Nutzer die Wartezeit sinnvoll überbrücken und gleich noch ihre Einkäufe erledigen. Unklar ist allerdings noch, was passiert, wenn der Einkaufsbummel deutlich länger dauert als der Ladevorgang.

Die Verkaufszahlen in Deutschland sprechen für weitere Supercharger hierzulande

Einen Unterschied in der Preisgestaltung zwischen den Superchargern in den Städten und denen außerhalb gibt es nicht. Auch die jährliche Tesla-Gutschrift in Höhe von 400 Kilowatt kann genutzt werden. Diese reicht den Angaben des Unternehmens zufolge für eine Reichweite von insgesamt rund 1.600 Kilometern. Wann die ersten innerstädtischen Supercharger auch in Deutschland installiert werden, steht noch nicht fest. Aktuell betreibt Tesla in Deutschland 57 solcher Stationen, zusätzliche sechs sind bereits in Planung. Ein weiterer Ausbau scheint notwendig, weil sich zuletzt auch die Verkaufszahlen im deutschsprachigen Raum stark erhöht haben. Mit dem Model 3 soll zudem ab dem nächsten Jahr auch der Massenmarkt erobert werden.


Via: Tesla

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