T(ether) - Co-Working mit 3D Handschuhen
T(ether) - Co-Working mit 3D Handschuhen

Die spannendsten Innovationen heutzutage findet man im Bereich Interaktionsdesign, keine Frage. Neueste Computerschnittstellen begeistern Benutzer mit immer neuen Möglichkeiten. Wie schon in Filmen wie Minority Report wünschen sich viele einen Augmented Reality Handschuh der nächsten Generation, der es ermöglicht, frei in der Luft, 3D Objekte in Zusammenarbeit mit weiteren Partizipanten, zu manipulieren. Der sogenannte T(ether), einer der neuesten Augmented Reality Handschuhen vom MIT Media Lab begeistert mit genau diesen cleveren Ideen für das iPad und weist uns den Weg in die Zukunft der Computer-Mensch-Interaktion.


Der T(ether) – Ein Augmented Reality Handschuh der nächsten Generation

David Lakatos and Matthew Blackshaw, zwei Wissenschaftler am MIT arbeiten schon seit Längerem an einem Handschuh-System das es ermöglicht, gemeinsam und frei in der Luft an 3D Objekten zu arbeiten. Dazu werden die Handschuhe von der iPad Kamera erfasst und deren Bewegungen intepretiert. Hinzu kommt, dass die vordere Kamera des iPads das Gesicht des Benutzers und dessen Blickwinkel stets im Blick hat und die Perspektiven der einzelnen Nutzer richtig berechnet. So wird dem Nutzer stets der richtige Blickwinkel zum Objekt hin angezeigt. Über das Netzwerk können mehrere Benutzer gleichzeitig und in Echtzeit, in Kombination mit einem iPad, an den 3D Objekten arbeiten, was eine völlige Neuheit in diesem Bereich darstellt.

Zwar sieht das ganze noch nicht genau so aus wie in dem Film Minority Report, doch schon sehr ähnlich. Das iPad dient, um es nochmal auf den Punkt zu bringen, als virtuelles Fenster und bietet dem Nutzer eine perspektivische Ansicht auf 3D Daten, die durch das Tracking von Kopfposition stets eine gute Orientierung bietet. Hinzu kommt, dass das neue System und der Augmented Reality Handschuh, einen gemeinsamen Arbeitsbereich bietet, sich Menschen so virtuell zusammenschliessen können um an virtuellen Welten zu arbeiten.


Liegt in 3D Handschuhen die Zukunft?

Sicherlich sind 3D Handschuhe und die Systeme mit denen diese verknüpft sind ein Trend der Zukunft. Vor allem Industriedesigner profitieren von dieser Art der Interaktion mit dreidimensionalen Objekten. Meetings werden so direkt durch virtuelle Räume unterstüzt. Autodesigner können in der Runde und miteinander Veränderungen am Design vornehmen ohne auf nur einen Bildschirm zu schauen. Die Entwicklung steht noch relativ am Anfang und bis sich 3D Handschuhe auf dem Massenmarkt etablieren wird noch einiges an Zeit vergehen, wenn überhaupt. Systeme wie Microsoft Kinect machen 3D-Handschuhe eigentlich schon wieder überflüssig, da die Kameras Handbewegungen so intepretieren können.

Daher glaube ich persönlich, dass sich Handschuhe in der Form durchsetzen werden, dass sie zustätzlich zur Steuerung eines Systems, ein Feedback zurückgeben. Diese Art von Systemen hat man schon bei der ExoHand von Festo gesehen. Im Industrie Bereich machen diese Art von Handschuhen einen großen Sinn, da der Benutzer die Objekte, die er über einen Roboter anfasst auch spüren muss. Für alle anderen Einsatzbereiche kann man davon ausgehen, dass smartere Systeme entwickelt werden, die vollkommen auf den Einsatz eines relativ unpraktischen Handschuhs, den man an- und ausziehen muss, verzichten. Die Software, die sich hinter dem T(ether) verbirgt allerdings, die in meinen Augen auch den größten Wert diesen Projekts darstellen, ist einen Blick wert, auch wenn Handschuhe im Allgemeinen eigentlich schon längst überflüssig sind.

Video zum T(ether) Projekt des MIT

Quelle

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