Fahrradschlösser sind ein schwieriges Thema. Am sichersten sind in der Regel sogenannte Bügelschlösser, bei denen das Rad mit einem massiven Metallring gesichert wird. Diese sind aber schwer und unhandlich. Ein Schloss mit Stahlkabel ist deutlich flexibler, aber nicht besonders sicher. Auch sicherere Alternativen wie Falt- oder Kettenschlösser sind recht schwer. Eine Gruppe deutscher Designerinnen hat nun mit tex-lock ein Schloss entwickelt, das aus Textilstoff besteht und sicherer als ein Kabelschloss sein soll.


Tex-Lock

Sicheres Fahrradschloss aus Stoff

Das tex-lock besteht aus einer Art dickem Tau aus fünf Schichten verschiedener Textilstoffe, die es resistent gegen sägen und schneiden machen. Außerdem ist der Materialmix feuerresistent, wasserdicht und schmutzabweisend.


Für den Verschluss wird natürlich wieder Metall benötigt. Dennoch ist das tex-lock deutlich leichter als vergleichbare Bügel- oder Faltschlösser, von den schweren Kettenschlössern ganz zu schweigen. Mit klassischen Werkzeugen von Fahrraddieben wie etwa einem Seitenschneider ist das Stoff-Tau äußerst schwer durchzuscheiden. Auch mit Eisspray, das oft verwendet wird, um das Material eines Fahrradschlosses zu schwächen, kommen potenzielle Diebe nicht weit. Außerdem zeichnet sich das tex-lock aufgrund seiner Beschaffenheit durch große Flexibilität aus, eine Eigenschaft, die wirklich sichere Fahrradschlösser nur selten aufweisen.

In Zukunft möchten die Designerinnen noch eine stromleitende Schicht hinzufügen. Mit dieser könnte dann auch ein elektronischer Alarm realisiert werden, der das Schloss noch sicherer machen würde.

Das Designerinnen-Team sammelt aktuell Geld im Rahmen einer Kickstarter-Kampagne. Für 78 Euro ist die kurze Version des Schlosses erhältlich, längere Versionen sind entsprechend teurer. Mit der Auslieferung soll im August 2017 begonnen werden.

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4 Kommentare

  1. Daniel

    7. Februar 2017 at 08:36

    Omg… Typisch Ingenieure.

    Wer versucht schon das Seil durchzuschneiden, wenn ein Schloss daran befestigt werden muss?

    Die Schwachstellen bleiben das Schloß und die Ösen. Beides wird nicht getestet. Wenn die Dieb kein Vollidiot ist, dann setzt er den Bolzenschneider dort an!

  2. David Kummer BGE

    7. Februar 2017 at 10:19

    Ich lach mich kaputt, wenn ich sehe, wie sich jemand an einem dicken Stoffkabel abmüht und dabei das Minischloss übersieht, das ich innerhalb von 3 Sekunden knacken kann. Sowas haben wir beim Bund sogar mit der faltbaren Schaufel und einem Helm geöffnet. 1 Schlag und das Schloss war in 2 Teile zerlegt.

    Wer dafür 80€ Ausgibt, ist einfältig.

  3. Someone

    7. Februar 2017 at 13:19

    Genau das gleiche habe ich mir auch gerade gedacht. 😀

  4. Andy

    7. Februar 2017 at 15:33

    Hähä, das war genau mein erster Gedanke. U schloß ist und bleibt immer noch das sicherste.

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