Den konsumkritischen Kurzfilm aus dem Jahr 2007 gab es bislang noch nicht auf Deutsch, doch jetzt ist er da! Geändert hat sich in den letzten 10 Jahren ohnehin kaum etwas, der weltweite Konsum hat sich eher noch verstärkt und zahlreiche Gegenmaßnahmen stecken noch in den Kinderschuhen. Zum kräftigen Wachrütteln kommt »The Story of Stuff« also gerade richtig!


Eigentlich ist der Konsumkreislauf gar kein Kreislauf, sondern eine fatale lineare Kette / Foto: Screenshot aus dem Youtube-Video s.u.

Annie deckt auf, wozu dieses System erfunden wurde

Annie Leonard, eine US-amerikanische Aktivistin, die sich mit den Themen Entwicklung, Wirtschaft, Nachhaltigkeit und Gesundheitswesen beschäftigt, hat diesen Augenöffner ins Leben gerufen und moderiert ihn auch. Sie erklärt auf einfache Weise die Zusammenhänge zwischen Regierungen, Konzernen und einem ausbeutenden Wirtschaftskreislauf, der auf Dauer sowohl die Natur vernichtet als auch uns Menschen nachhaltig schadet. Annie deckt auf, wann dieses verheerende System erfunden wurde und zu welchem Zweck – außerdem nennt sie viele weitere aufrüttelnde Fakten. Wusstest ihr zum Beispiel, dass 99 % aller Konsumgüter bereits in den ersten 6 Monaten im Müll landen? Nur 1 % der Dinge übersteht ein ganzes halbes Jahr, und das ist auch so gewollt. Die Kasse muss schließlich klingeln – fragt sich nur, bei wem …

„The Story of Stuff“ in der deutschen Version


Der Ausstieg muss auf vielen Ebenen geschehen

Seit etwa drei Jahren betätigt sich Annie Leonard als Executive Director der Umweltorganisation Greenpeace. Und das erscheint auch ganz logisch, denn in »The Story of Stuff« deutet sie bereits an, dass der Ausstieg aus dem umweltvernichtenden Konsumkreislauf auf mehreren Ebenen zugleich geschehen muss. Recycling allein, das beweist Annie in ihrem Video, reicht dazu leider nicht. Die gezielte Wiederverwertung kann nur ein Baustein von vielen sein, um das Ruder doch noch herumzureißen! Doch trotz aller aufgezeigter Probleme findet die Moderatorin zum Schluss doch noch ermutigende Worte, die darauf abzielen, uns zu motivieren und inspirieren. Schließlich ist das Ende der Fahnenstange längst noch nicht erreicht, und es gibt Tausende toller Ideen, wie wir vom reinen Konsumdenken zurück zum Wesentlichen gelangen.

Quelle: utopia.de

 

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