Was soll das eigentlich sein, dieses seltsame Gerät, das beinahe so aussieht wie der Wurfstern eines Ninjas, nur ohne diese grässlichen Widerhaken? Vielleicht habt ihr es schon einmal irgendwo gesehen oder sogar ausprobiert, denn der Hype schwappt aus den USA schließlich auch langsam zu uns. Der Fidget Spinner soll eine beruhigende Wirkung haben, bei Lehrern kommt diese allerdings ganz und gar nicht an.


Der Fidget Spinner von igus besitzt ein Polymer-Kugellager, das ihn bis zu drei Minuten lang rotieren lässt / Foto: igus

Der Fidget Spinner lässt sich bis zu mehrere Minuten lang drehen

Doch beginnen wir einfach mal von vorn: Bereits vor ungefähr 20 Jahren erblickte dieser merkwürdige Fingerkreisel das Licht der Welt, die US-Amerikanerin Catherine Hettinger meldete 1997 einen Vorläufer des Figdet Spinners zum Patent an. Er lässt sich zwischen den Fingern drehen, manchmal sogar minutenlang, wenn der Anwender sich nur geschickt genug anstellt. Der ursprüngliche Sinn lag darin, die Hände nervöser Menschen zu beschäftigen, um deren Konzentration zu fördern, besonders Schüler mit ADHS oder Autismus sollten davon profitieren. Auch bei Angstfühlen und Stress kann der Fidget Spinner Abhilfe schaffen, so suggerieren es zumindest die Hersteller. Dieser Nutzen ist allerdings umstritten, oftmals lenken die Kreisel einfach nur vom Unterricht ab und gehen den Lehrern auf die Nerven. Darum sind sie in den bislang betroffenen Schulen normalerweise verboten, es sei denn, das jeweilige Kind benötigt dieses Hilfsmittel tatsächlich, um dem Unterricht besser folgen zu können und die Eltern oder ein Arzt bestätigen dies schriftlich.

Im Vidoe: So baut ihr euch euren eigenen Fidget Spinner!


Das übliche Straßenbild bleibt uns erhalten

Inzwischen gibt es viele verschiedene Modelle dieses Spielzeugs, einige senden beim Drehen Lichtblitze, andere wiederum leuchten in der Dunkelheit. Es geht aber immer darum, sie so zu balancieren, dass der Schwung möglichst lange anhält, egal, ob das Gerät nun ein paar Cents oder einige hundert Dollar gekostet hat – ein Preis, der für Luxusmodelle durchaus realistisch ist. Müssen wir jetzt erwarten, dass demnächst die Kids bei Rot über die Ampel laufen, weil sie jetzt statt auf ihr Smartphone auf den Fidget Spinner starren? Im schlimmsten Fall ja, aber auf Dauer wird das Handy sicher den längeren Atem behalten und das übliche Straßenbild mit displaystarrenden Spaziergängern bleibt uns erhalten.

Quelle: welt.de

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.