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Tier-Roboter sollen in Zukunft Menschen retten

Tiervorbilder haben es amerikanischen Forschern angetan. Am Massachusetts Institute of Technology (MIT) springt Cheetah herum, ein Roboter, der sich genauso bewegt wie ein Gepard. An der der University of California in Berkeley verblüfft Salto mit seinen Sprüngen, dessen Vorbild ein Affe aus der Familie der Galagos ist. Beide sind extrem geländegängig. Sie sollen nach Natur- oder anderen Katastrophen in unwegsamem Gelände Verletzte und Tote suchen oder in Gebäuden, die Menschen wegen giftigen Rauchs oder Einsturzgefahr nicht betreten können, die Lage vor Ort sondieren, um den Rettungskräften Informationen zu liefern.

Cheeta Roboter aus den USA

Cheeta Roboter aus den USA

Cheetah erfasst Hindernisse mit Radaraugen

Cheetah, entwickelt von Professor Sangbae Kim, verhält sich so wie sein natürliches Vorbild. Mit seinen Radar-Sensoren erfasst er Hindernisse und schätzt deren Höhe und Entfernung ab. Dann bringt er sich in die beste Position, um das Hindernis im Sprung zu überwinden. Getestet wurde er auf einem Laufband und einer Laufbahn in einer Sporthalle. Dabei überwand er mühelos Hürden, die 45 Zentimeter hoch waren. Und das bei einer Laufgeschwindigkeit von acht Kilometern pro Stunde – zum Vergleich: Ein flotter Fußgänger schafft sechs Kilometer pro Stunde. Selbst einen Parcours aus mehreren Hindernissen schaffte der etwa 90 Zentimeter hohe Roboter.

Salto speichert Energie in einer Stahlfeder

Salto, der Affenroboter der University of Berkeley, verfügt über gewaltige Sprungkraft, so wie sein natürliches Vorbild. Galagos speichern einen Teil der Energie, die sie vor einem Sprung mobilisieren, in ihren Sehnen. Das hilft ihnen, direkt nach dem Aufsetzen zu einem ebenso mächtige Satz abzuheben. Saltos Speicher besteht aus einer stählernen Feder.

Höher als ein Ochsenfrosch

Der 100 Gramm leichte und, wenn er sein Bein streckt, 26 Zentimeter große Roboter, erreicht 78 Prozent der Sprungbeweglichkeit von Galagos, die auf 2,24 Meter pro Sekunde kommen. Sprungbeweglichkeit ist definiert als die Summe der Höhe aller Sprünge pro Sekunde. Salto lässt immerhin den für seine Sprungkraft berühmten Ochsenfrosch hinter sich. Der kommt nur auf 1,71 Meter pro Sekunde. Saltos Spezialität, die ihm sein Entwickler Duncan Haldane vermittelt hat, ist ein Sprung auf ein schräg stehendes Brett, von dem er sich gleich wieder abstößt, um in einem Fangnetz zu landen.

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