Das Leben im Zirkus ist für den Menschen anstrengend und belastend. Denn die Artisten leben in mobilen Fahrzeugen, müssen ständig ihren Standort wechseln und können aufgrund der zahlreichen Auftritte Krankheiten nicht richtig auskurieren. Noch schlimmer stellt sich die Situation allerdings für Wildtiere dar. Denn diese können unter den Bedingungen des Zirkusbetriebs nur schwer artgerecht gehalten werden. So fehlt es Tigern, Löwen und Elefanten oftmals an ausreichend Auslauf.


Fast alle Zirkustiere haben daher mit schwerwiegenden medizinischen Problemen zu kämpfen. Mit Italien und Irland haben in dieser Woche gleich zwei EU-Länder die Notbremse gezogen: Wildtiere sollen dort zukünftig nicht mehr im Zirkus auftreten dürfen.

Auch Elefanten sollen zukünftig nicht mehr im Zirkus auftreten. By M. Disdero (Own work) [CC BY-SA 2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)], via Wikimedia Commons

Alleine in Italien leben mehr als 2.000 Wildtiere im Zirkus

Bis das Verbot allerdings in Kraft tritt, vergeht noch unterschiedlich viel Zeit. In Irland soll es bereits in den nächsten Monaten so weit sein. Italien sieht hingegen einen stufenweisen Übergang vor, dessen Details noch ausgearbeitet werden müssen. Diese Aufgabe dürfte im nächsten Jahr dann von der neu gewählten Regierung übernommen werden. Von der Neuregelung profitieren werden zukünftig hunderte Tiere. So hat die Organisation „Vier Pfoten“ herausgefunden, dass in Italien aktuell unter anderem 160 Tiger, 50 Elefanten, 20 Flusspferde und neun Giraffen im Zirkus auftreten müssen. Insgesamt sind von der neuen Gesetzgebung Schätzungen zufolge mehr als 2.000 Wildtiere in rund einhundert Zirkusbetrieben betroffen.

In Deutschland gibt es bisher kein entsprechendes Verbot

Noch ist allerdings unklar, was mit den Tieren geschehen wird. Denn eine Auswilderung ist in aller Regel nicht mehr möglich – zumal die Tiere schon in Gefangenschaft geboren wurden. Auch Zoos haben nicht genügend Platz, um alle Wildtiere aufzunehmen. Vermutlich muss für einige ehemalige Zirkustiere daher eine individuelle Lösung gefunden werden. Tierschutzorganisationen bejubeln die neuen Regelungen als wichtigen Schritt. Weltweit haben damit inzwischen 41 Länder den Auftritt von Wildtieren im Zirkus untersagt. Hinzu kommen noch entsprechende Verbote in manchen Städten und Regionen. Deutschland gehört allerdings bisher nicht dazu. Zwar gab es eine Initiative des Bundesrats zu diesem Thema, diese führte bisher aber nicht zu einem gesetzlichen Verbot.


Via: Inhabitat

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1 Kommentar

  1. Bernhard Stolle

    14. November 2017 at 22:59

    Ihr Artikel ist schlichweg falsch! Sie scheinen Ihre Infos nur von solchen Spendensammel – Tierrechtssekten wie Peta und Co zu übernehmen. Etwas Recherche wäre angebracht. ZB. welche 42 Länder haben solch ein Tierverbot? Wie kommenSie dazu zu behaupten fast alle Cirkustiere haben schwerwiegende medizinische Probleme? Kein Unternehmen in DE wird von den Veterinären öfter kontrolliert als die Circuse.

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