Das weltweite Nachrichtenwesen hat sich enorm gewandelt. Die Schlagzahl der Breaking News hat sich nicht zuletzt durch die Verbreitung des Internets enorm erhöht. Immer neue Krisen geraten in den Blickpunkt der Öffentlichkeit – nur um wenig später schon wieder von neuen Themen verdrängt zu werden. Auf der Jagd nach möglichst vielen Lesern und dementsprechend hohen Werbeeinnahmen, gerät dabei die kontinuierliche und erklärende Berichterstattung in den Hintergrund. Dies will das Projekt „Coda“ nun ändern. Das Portal soll sich auf eine Krise konzentrieren, diese regelmäßig und mit tiefergehenden Analysen begleiten und sich erst nach Abschluss des Konflikts neuen Themen zuwenden.


Coda

Renommierte Journalisten sind aktiv

Hinter dem Projekt stehen dabei zahlreiche erfahrene Journalisten, die oftmals bereits für bekannte Institutionen wie die „New York Times“ oder die „BBC“ gearbeitet haben. In der Testphase widmeten diese sich einzig und allein der Ukraine-Krise und versuchten dabei nicht einzelne Ereignisse möglichst schnell zu veröffentlichen, sondern diese in einen tieferen Kontext einzubetten und Zusammenhänge aufzuzeigen. Deswegen können die Artikel auf der Seite auch nicht nur in chronologischer Reihenfolge angezeigt werden, sondern die Texte lassen sich auch nach bestimmten Themen sortiert darstellen. Auf diese Weise lässt sich die inhaltliche Verknüpfung der Artikel leichter nachvollziehen.


Finanzierungsmodell ist noch unsicher

Bevor das Projekt im Laufe des Jahres offiziell online gehen soll, müssen die Designer der Seite allerdings noch eine Lösung für Smartphones und Tablets finden, damit die Seite auch auf kleineren Bildschirmen korrekt dargestellt werden kann. Zudem bleibt die Frage, wie sich das Projekt refinanzieren soll. Denn die bisher existierenden Nachrichtenportale konzentrieren sich ja vor allem auf möglichst schnelle und schlagzeilenträchtige News, weil dies die meisten Einnahmen verspricht. Inwieweit die ausführlichen Analysen des Coda-Projekts genügend Leser finden, um ausreichend Werbeeinnahmen zu generieren, bleibt daher abzuwarten.

Coda im Video

Quelle: Springwise

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