Das Startup trackle aus Bonn befasst sich mit einem der schöneren Themen rund ums Menschsein: Die Bonner Gründer möchten Frauen und jungen Paaren bei der Familienplanung unter die Arme greifen. Dafür hat das Unternehmen einen Temperatursensor entwickelt, der dabei helfen soll, den Zeitpunkt des Eisprungs und somit die besten Tage zur Empfängnis zu ermitteln.


Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Sensor misst die Körpertemperatur der Frau

Die Ergebnisse des trackle-Sensors können sowohl zur Empfängnisverhütung verwendet werden als auch Paaren dabei helfen, ein Kind zu bekommen. Der drahtlose Sensor wird von der Frau nachts vaginal getragen und misst die Körpertemperatur. Diese ist während des Eisprungs am höchsten, sodass der Sensor sehr genau die fruchtbaren Tage der Frau vorhersagen kann. Am nächsten Morgen wird der Sensor einfach gereinigt und für den Tag in eine Aufbewahrungsbox gesteckt. Er überträgt die aufgezeichneten Daten automatisch an eine App, die dann die fruchtbaren Tage errechnet und anzeigt.

Hinter dem trackle-Sensor steckt das Ehepaar Katrin Reuter und Maxim Loick. Die Idee zur Entwicklung kam dem Paar aus reinem Eigenbedarf heraus. Vor ihrem ersten Kind wollte Katrin Reuter unbedingt schwanger werden. Dabei griff sie auf verschiedene Verfahren zurück, um ihre fruchtbaren Tage zu ermitteln. Diese seien jedoch umständlich in der Handhabung. Also holte sie mit ihrem Mann 2014 Stephan Noller ins Boot. 2015 gründete das Ehepaar seine GmbH. Vorher waren beide im Softwarebusiness tätig.


trackle bei Die Höhle der Löwen

Der trackle-Sensor ist bisher noch nicht auf dem Markt. Um die Markteinführung möglichst erfolgreich zu gestalten, benötigt trackle Investoren. Zwar versuchen die beiden Gründer bereits, die nötigen Mittel mittels Crowdfunding zu erhalten, aber ein großer Investor wäre auch gerne gesehen. Um einen solchen zu finden, stellten die beiden ihr Konzept in einem Pitch vor der Jury der Vox-Show Die Höhle der Löwen vor.

Der Löwe mit der meisten Erfahrung im medizinischen Bereich ist Carsten Maschmeyer. Außerdem verfügt der Milliardär über viel Erfahrung im Technologie-Sektor. Dem Bonner Ehepaar wäre aber jeder Investor willkommen. Ralf Dümmel etwa könnte dabei helfen, die trackle-Sensoren deutschlandweit in den Handel zu bringen. Für 400.000 Euro bieten die trackle-Gründer 15 Prozent ihres Unternehmens an. Damit liegt ihre Unternehmensbewertung bei 2.666.667 Euro – ein ganz schöner Brocken. An zu hohen Bewertungen sind auch schon andere Startups in der Höhle der Löwen gescheitert. Wie sich trackle geschlagen hat, wird sich heute Abend bei der Ausstrahlung der Show zeigen.

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