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Turkmenistan verbietet den Verkauf von Zigaretten

So schnell kann es manchmal gehen. Im Jahr 2000 musste sich der damalige autoritäre Herrscher Turkmenistans, Saparmyrat Nyýazow, einer Herzoperation unterziehen. Von diesem Warnzeichen aufgeschreckt, stellte der ehemalige Kettenraucher den Genuss von Zigaretten komplett ein. Gleichzeitig initiierte er auch erste Maßnahmen, um den Zigarettenkonsum in der Bevölkerung zu reduzieren. Diese geänderte Politik hat heute zwei etwas überraschende Fakten zur Folge: Erstens sind Zigaretten in Turkmenistan heute so teuer wie in keiner anderen ehemaligen Sowjetrepublik. Und zweitens ist die Raucherquote des Landes die niedrigste weltweit. Der aktuelle Herrscher Turkmenistans, Gurbanguly Berdimuhamedow, geht nun sogar noch einen Schritt weiter: Er lässt seine Behörden den legalen Verkauf von Zigaretten komplett unterbinden.

Zigaretten Raucherpause

Zigaretten-Kippen

Strafzahlungen in Höhe mehrerer Monatsgehälter drohen

Einen formellen Beschluss gibt es dazu zwar noch nicht. Doch in einer Live übertragenen Regierungssitzung hatte sich der autoritäre Herrscher unzufrieden mit der Anti-Raucher-Strategie des Landes gezeigt. Er rief dann persönlich seine Untertanen auf, das Laster aufzugeben. Zahlreiche Ladenbesitzer und Kioskbetreiber berichten nun, dass sie in den vergangenen Tagen Besuch von staatlichen Vertretern bekamen. Diese untersagten den Verkauf von Zigaretten und verhängten bei Verstößen teilweise drastische Geldstrafen. So lag die fällige Strafzahlung bei rund zehn durchschnittlichen Monatsgehältern. Kein Wunder also, dass gleichzeitig der Preis auf dem Schwarzmarkt ordentlich anstieg: Dort kostet eine Packung Zigaretten inzwischen bis zu 14 Dollar.

Nur acht Prozent der Turkmen gelten als Raucher

Viel Geld in Turkmenistan. Allerdings ist den Angaben der Weltgesundheitsorganisation zufolge nur eine Minderheit der Bevölkerung betroffen. Denn nur acht Prozent der Turkmenen sind demnach Raucher. Schon in den vergangenen Jahren wurden dabei einige Maßnahmen beschlossen, die auch aus westeuropäischen Ländern bekannt sind: So erhöhte das Regime 2011 die Steuern auf Tabakprodukte, 2013 folgte dann ein Rauchverbot an öffentlichen Plätzen. Die komplette Entfernung aller Zigaretten aus den Regalen der Geschäfte geht allerdings über die aus anderen Ländern bekannten Maßnahmen hinaus. Es bleibt aber zunächst noch abzuwarten, ob diese Regelung nun dauerhaft durchgesetzt wird oder bald wieder Normalität einkehrt.

Via: Digitaljournal

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1 Kommentar

  1. gut so, aber in deutschland kaum vorstellbar, die amis würden nicht zufrieden sein…..

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