Die Überbevölkerung ist ein großes Problem für die Menschheit und ist auf dem Weg, noch bedrohlicher zu werden. Prognosen gehen davon aus, dass bis zur Jahrhundertwende 11 Milliarden Menschen auf der Erde leben werden. Und die Ressourcen müssen für alle reichen, was aktuell schon problematisch ist. Der erste Ansatz wäre demzufolge, das Wachstum einzugrenzen, doch hilft das wirklich?


Globale Erderwärmung
Foto: Globale Probleme; Jackl CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Weniger Menschen führen nicht zu weniger Problemen

Zwei Forscher der Universität von Adelaide haben mit Computermodellen und Daten der WHO einige Szenarien durchgespielt, um herauszufinden, wie lange es dauern würde, bis eine Verringerung der Bevölkerung einen positiven Einfluss auf die Umwelt hätte. Ihre Ergebnisse sind dabei nicht besonders aufmunternd. Sollte jedes Land auf der Welt eine strikte Ein-Kind-Politik einführen, würde die Bevölkerungszahl für etwa 90 Jahre nahezu konstant bleiben. Auch ein Massensterben, was ein Viertel der Weltbevölkerung vernichten würde, hätte kaum einen spürbaren Effekt.

Das soll allerdings kein Zeichen dafür sein, das Bevölkerungswachstum zu vernachlässigen. Ob wir 2050 hunderte Millionen Menschen mehr oder weniger haben ist immer noch ein wichtiger Faktor. Allerdings sollten sich Politik und die Menschen eher darum bemühen, die Ressourcen, die zur Verfügung stehen, optimal zu nutzen und Verschwendung zu minimieren. Der Nachteil dieser Maßnahmen ist jedoch, dass sie nicht schnell umsetzbar sind und der jetzt lebenden Generation keinen großen Nutzen bringen – für eine Zukunft, die keinen Horrorszenarien gleichen soll, sind diese allerdings unerlässlich.


So viele Menschen wie noch nie

Die globale Bevölkerung ist im letzten Jahrhundert derartig stark gestiegen, das von allen Menschen, die jemals existiert haben, heute noch 14 % am Leben sind. Laut Corey Bradshaw, Hauptautor der Studie, sei dies eine absolut ernüchternde Statistik. Es gibt einige Gründe, warum es schwierig bis unmöglich ist, eine derart große Anzahl an Menschen ernähren zu können. Auch der Einfluss auf die Umwelt ist enorm, ein Effekt der sich durch 11 Milliarden Menschen nicht bessern dürfte.

Um diese Einflüsse zu minmieren und den Problemen entgegen treten zu können, sind daher technologische und soziale Innovationen unerlässlich – so wie jetzt kann es jedenfalls nicht weitergehen, wenn wir unseren Kindern und Enkeln noch eine Zukunft bieten wollen.

Quelle: iflscience

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