Lässt sich klimaschädliches CO2 recyclen? In Tennessee ist das tatsächlich gelungen, aus dem Treibhausgas wurde Ethanol und das mittels einer erstaunlich unkomplizierte Reaktion. Die Wissenschaftler sind selbst überrascht.


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Durchbruch gegen die Erderwärmung?

Crutzen: Biodiesel trägt stärker zur Erderwärmung bei als fossiler Treibstoff

Bislang lässt sich Ethanol nur durch Vergärung organischen Materials gewinnen, was dazu führt, dass auf Feldern, die eigentlich der Nahrungsgewinnung dienen sollten, massenweise Pflanzen für »Bio-Sprit« angebaut werden. Ob dabei tatsächlich eine positive Klimabilanz herauskommt, ist außerdem umstritten: Wikipedia nennt beispielsweise eine Studie unter dem Nobelpreisträger Paul Crutzen, die ergab, dass Biodiesel aus Raps im Vergleich zu fossilen Treibstoffen eine 1 bis 1,7-fache relative Erwärmung verursacht – hauptsächlich wegen des beim Düngen entstehenden Distickstoffoxids (Lachgas). Nur bei Zuckerrohr konnte eine echte positive Bilanz nachgewiesen werden.

Video über die Nano-Spikes Reaktion


Die Wissenschaftler stellten sich das Verfahren viel komplizierter vor

Ein Forscherteam am Departement of Energy’s Oak Ridge National Laboratory in Tennessee hat nun einen Prozess namens »Nano-Spikes« in Gang gesetzt, bei dem Kupfer als Reaktionskatalysator wirkt. CO2 wandelt sich im Versuch ohne große Umstände in Ethanol um, das wiederum als Treibstoffbeimengung genutzt werden kann. So entsteht ein Kreislauf von Treibstoff zu CO2 und wiederum zu Treibstoff, der im großen Stil genutzt, der Erderwärmung entgegenwirken kann.

Eigentlich hatten die Wissenschaftler sich dieses Verfahren sehr viel schwieriger vorgestellt, sie dachten, dass sie viele Schritte und zahllose Versuche benötigen würden, bis diese Reaktion tatsächlich gelingt. Die Entdeckung wird nun als ein möglicher wichtiger Durchbruch zum Klimaschutz angesehen: Aus einer Gallone Diesel entstehen 22 Pfund CO2, die bei entsprechender Weiterverwendung nicht mehr in die Atmosphäre gelangen. Doch wie und wann das neue Verfahren das Labor verlässt, ist nicht bekannt.

Quellen: iflscience.com, zeit.de

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