Die Ozonschicht ist für das menschliche Leben auf der Erde von entscheidender Bedeutung. Sie absorbiert UV-C und UV-B aus der Strahlung der Sonne und schützt so die Bewohner der Erde vor Schädigungen. Doch in den 1980er Jahren machten Wissenschaftler eine erschreckende Entdeckung: Die Ozonschicht hatte sich teilweise bereits aufgelöst und es war das sogenannte Ozonloch entstanden. Verantwortlich dafür waren bestimmte Gase – hauptsächlich Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) – die vor allem als Kälte- und Lösungsmittel in der Industrie genutzt wurden. Am 01. Januar 1989 trat daher das sogenannte Montreal-Protokoll in Kraft. Darin verpflichteten sich die Staaten der Weltgemeinschaft, Maßnahmen zu unternehmen, um eine weitere Schädigung der Ozonschicht zu verhindern – also vor allem die Freisetzung der dafür verantwortlichen Gase zu verhindern.


Das Ozonloch über der Arktis im Jahr 2010
Das Ozonloch über der Arktis im Jahr 2010

In den 2050er Jahren könnte das Ozonloch wieder geschlossen sein

Nun scheinen sich diese Bemühungen tatsächlich auszuzahlen. So kommt eine aktuelle Studie zu dem Ergebnis, dass sich das Ozonloch im vergangenen Jahr um rund vier Millionen Quadratkilometer verringerte. Besser noch: Lediglich die Hälfte davon lässt sich mit natürlichen Wetterschwankungen erklären – der Rest des Rückgangs scheint tatsächlich auf die Bemühungen der Weltpolitik zurückzuführen zu sein. Hält dieser Trend an, könnte sich das Ozonloch bereits in den 2050er Jahren wieder komplett geschlossen haben. Eine Unbekannte gibt es dabei allerdings noch: Neben den Aktivitäten des Menschen gibt es noch weitere Ursachen für die Zerstörung der Ozonschicht: Unter anderem Vulkanausbrüche.

Das Montreal-Protokoll gilt als Vorbild für den Weltklimavertrag

So sorgte der Ausbruch des Vulkans Calbuco in Chile im Jahr 2015 dazu, dass das Ozonloch mit einer Ausdehnung von 26 Millionen Quadratkilometern seine größte Ausdehnung seit langem erreichte. Trotzdem kann die signifikante Verkleinerung des Ozonlochs als großer Erfolg der internationalen Umweltpolitik angesehen werden – und somit auch ein Vorbild für den Weltklimavertrag von Paris darstellen. So betonen Wissenschaftler, dass das Montreal-Protokoll ein gutes Beispiel dafür ist, dass die Menschheit in der Lage ist, Fehler der Vergangenheit kollektiv zu korrigieren. Dies macht Hoffnung, dass auch der Klimawandel eines Tages rückgängig gemacht oder wenigstens kontrolliert werden kann.


Via: Popsci

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