Der Grippevirus ist ein unangenehmer Gegner für die Entwickler von Impfstoffen. Das liegt daran, dass er kontinuierlich mutiert, was die Entwicklung von Impfstoffen extrem erschwert. Jedes Jahr müssen neue Grippeimpfstoffe entwickelt werden, was unter anderem immense Kosten verursacht. Aber damit könnte nun Schluss sein: In Großbritannien wurde kürzlich ein universaler Grippeimpfstoff für klinische Studien zugelassen. In absehbarer Zukunft könnte sich der Wettkampf mit dem Grippevirus also erledigt haben.


Neues Wundermittel gegen Grippe

500.000 Todesopfer pro Jahr

Die Grippe wirkt recht harmlos – sie ist es aber nicht. Grippeviren verbreiten sich rasant und fordern weltweit jedes Jahr bis zu einer halben Million Todesfälle. Am meisten sind Menschen im Alter von 65 Jahren oder mehr gefährdet. Es gibt zwar Impfungen gegen die Grippe, aber diese müssen jedes Jahr neu entwickelt werden. Mehr noch: Diese Entwicklungen konzentrieren sich auf die Grippe-Stränge, die nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation am meisten zirkulieren werden. Diese Schätzungen treffen allerdings nicht immer zu. Oft genug werden Impfstoffe entwickelt, die letztlich gegen kaum zirkulierende Viren schützen, während andere Stränge sich nach Herzenslust verbreiten können.


Frühere Forschungsarbeiten in Richtung eines universalen Grippeimpfstoffs haben den Mechanismus entdeckt, mit dem Immunzellen sich „daran erinnern“, welchen Strängen sie bereits begegnet sind. Außerdem konnte ein Antikörper identifiziert werden, der besonders effektiv im Kampf gegen mehrere Stränge ist.

Mit T-Zellen statt Antikörpern gegen Grippeviren

Die meisten Impfungen regen das Immunsystem dazu an, mehr Antikörper zu produzieren, die auf die Oberflächenproteine bestimmter Grippeviren spezialisiert sind. Da diese Proteine sich jedes Jahr ändern, müssen die Forscher jedes Jahr neue Impfstoffe entwickeln. Der neue Impfstoff, der von einem Team der Oxford University und einem Spin-Off-Unternehmen namens Vaccitech entwickelt wurde, greift die Grippeviren an Kernproteinen an, die sich tiefer in der Zelle befinden. Diese Kernproteine sind bei vielen Grippe-Strängen identisch.

Außerdem regt der Impfstoff statt der Produktion von Antikörpern die Produktion von T-Zellen an, die auf die Grippeviren spezialisiert sind und deutlich mehr Wirkung aufweisen als entsprechende Antikörper. Diese T-Zellen können ebenfalls verschiedene Grippeviren angreifen. Die Wissenschaftler hoffen, dass ihr Impfstoff so vor einer breiten Palette verschiedener Grippeviren schützen kann.

Auch der neue Impfstoff wird nicht ausschließen können, dass Menschen trotz Impfung an der Grippe erkranken. Allerdings sollte die Erkrankung in diesem Fall dennoch milder verlaufen und kürzer anhalten.

Eine klinische Studie mit dem Impfstoff sollen diesen Winter beginnen und etwa 500 Probanden in der besonders gefährdeten Altersgruppe 65+ umfassen. Bevor der Impfstoff tatsächlich verwendet wird, wird er in weiteren Studien seine Wirksamkeit und Sicherheit beweisen müssen.

via Oxford University

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