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University of Oxford: Durchbruch im Quantum Computing

Quantencomputer - D-Wave Google und NASA

Quantencomputer – Schon bald Realität?

Wie die britische Oxford University auf ihrer Seite schreibt ist Forschern ein Durchbruch im Bereich Quantum Computing gelungen. Die Wissenschaftler haben ein Experiment durchgeführt, welches darauf abgezielt hat, den Quantenzustand auch bei Temperaturen über 0 Grad Kelvin zu erhalten. In dem Experiment ist ein Durchbruch gelungen, denn der Zustand wurde bei 25 Grad Celsius über eine halbe Stunde aufrecht erhalten. Quantencomputer gelten schon seit Längerem als Zukunft des Computers, denn die Rechenleistung dieser Maschinen übersteigt die der heutigen Personal Computer um das Millionenfache.

Oxford – Durchbruch im Quantum Computing

Der Quantencomputer arbeitet im Gegensatz zu digitalen Computern auf den Gesetzen der Quantenmechanik. Die Maschine rechnet nicht in 0 un 1 Strängen sondern die 0 kann zum selben Zeitpunkt auch die 1 sein, sodass viel mehr Rechnungen zur selben Zeit ausgeführt werden können. Warum Quantencomputer noch nicht auf dem Markt sind liegt an einem ganz bestimmten Grund. Es gibt zwar hier und da ein paar Modelle, doch bislang gab es aber ein großes Problem, nämlich die Temperatur die unter 0 Grad Kelvin (-269° Celsius) liegen musste um den Quantenzustand über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten. In einem vorherigen Beitrag zum Thema Quantencomputer haben wir über dieses Thema gesprochen. Den Wissenschaftlern in Oxford ist es nun aber gelungen den Quantenzustand für mehr als 30 Minuten bei Raumtemperatur zu erhalten. Dies ist ein großer Durchbruch und wegweisend für die Zukunft des Quantecomputers. Wissenschaftler sind sind einig, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis Quantencomputer die herkömmlichen PC´s ablösen.

Der Verlauf des Experiments im Detail

Für alle die sich für die Details des Experiments interessieren: In ihrem Experiment haben die Wissenschaftler Informationen in Phosphoratome gekoppelt an Silizium bei 0 Grad kodiert. Daraufhin stellten sie das Silizium in ein Magnetfeld, wodurch ein Zustand der „Überlagerung“ entstand. Dadurch entsteht der Zustand, in dem Qubits mehrere Zustände (0 und 1) gleichzeitig existieren können. Nachdem Wissenschaftler die Temperatur auf 25 Grad Celsius erhöhten, blieb dieser Quantenzustand für über eine halbe Stunde aktiv. 39 Minuten scheinen auf den ersten Blick nicht sehr viel, doch man sollte den Geschwindigkeits-Aspekt der Quantencomputer nicht ausser Acht lassen. Quantencomputer sind ultraschnell srpich: In diesem festgelegten Zeitraum konnten es mehr als 20 Millionen Berechnungen ausgeführt werden. Wir sind uns daher sicher: Der Quantencomputer ist nicht mehr weit entfernt und könnte schon in wenigen Jahren den alten PC revolutionieren.

Video zum Thema: Quanten Computer

Quelle: University of Oxford

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2 Kommentare

  1. Quantencomputer sind unbrauchbar, weil der Arbeitsspeicher viel zu langsam ist. Was nützt ein super schneller quanten Prozessor wenn der DDR3 Arbeitsspeicher milliardenfach langsamer die Daten liefert ? Das System würde ausgebremst.

    Und um einen Arbeitsspeicher auf Quanten Basis zu bauen müsste man viele Milliarden Qubits miteinander verschränken was auf sehr lange Sicht heraus wohl nicht möglich sein wird. Abgesehen von einigen wenigen Spezialanwendungen sind Quantencomputer somit erstmal völlig wertlos.

  2. Danke für den Artikel und die tolle Seite, die ich immer mal wieder gerne besuche. Hier ist ein kleiner Fehler unterlaufen. Die Geschichte ist in Wahrheit noch interessanter. Normalerweise werden diese Experimente nahe dem absoluten Nullpunkt durchgeführt, also nahe 0 Grad Kelvin, nicht Celcius (lt. Originalartikel -269°C)
    Quantum state world record smashed – University of Oxford – http://is.gd/DKSXYV

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