Carsharing hat in den letzten Jahren extrem an Beliebtheit zugenommen. Zahlreiche entsprechende Dienste sind entstanden. Der Pionier der Carsharing-Dienste ist car2go. Das Unternehmen ist inzwischen mit 14.000 Autos weltweit in Metropolen wie Berlin, New York oder Chongqing vertreten. Das Teilen von Fahrzeugen wird die Zukunft der Mobilität entscheidend mitprägen, darüber sind die Experten sich einig. Carsharing wird in Zukunft noch mehr Bedeutung gewinnen und sich weiterentwickeln.


Bild:  car2go Deutschland GmbH
Bild: car2go Deutschland GmbH

Free-floating Carsharing: Die Generationen der Zukunft werden sich Autos teilen

Zwar gibt es auch zahlreiche Carsharing-Dienste mit festen Stationen, aber besonders in großen Städten setzt sich das free-floating Carsharing immer mehr durch. Bei dieser Art des Carsharings gibt es statt fester Stationen ein festgesetztes Gebiet, in dem die Nutzer die Fahrzeuge stehen lassen können. Freie Fahrzeuge können per App geortet und gebucht werden. So ist größtmögliche Flexibilität gewährleistet.

Alle sozialökonomischen Trends sprechen aktuell für free-floating Carsharing. Jüngere Generationen tendieren dazu, zu nutzen statt zu besitzen. Bis 2045 werden rund 1,5 Mal mehr Menschen in Städten leben als heute. Wer schon einmal in Städten wie New York oder Chongqing unterwegs war, der weiß, dass der Verkehr mit privaten PKW eine deutliche Belastung der Verkehrsadern ist. Laut einer aktuellen Studie der Universität von Berkeley verringert free-floating Carsharing wie car2go es anbietet die Zahl der Fahrzeuge und der Verkehrsbelastung in Städten. So wird Parkraum freigegeben und die Luftqualität verbessert.


All das sind gute Argumente für das bereits zu beobachtende Wachstum von Carsharing. Weltweit hat car2go inzwischen mehr als zwei Millionen Nutzer. Bis 2025 soll die Zahl der Carsharing-Nutzer weltweit von 7,9 Millionen auf 36,7 Millionen anstegen, so die Unternehmensberatung Frost & Sullivan.

Das Carsharing der Zukunft ist elektrisch und autonom

Wie in der Mobilität im Allgemeinen sind elektrische Autos auch im Bereich Carsharing ein großes Thema. Wenn Carsharing-Dienste auf Elektro-Autos statt auf Verbrenner setzen, werden die positive Effekte auf die Luftqualität in Ballungsräumen noch verstärkt. Ein Beispiel: car2go setzt in Madrid eine rein elektrische Flotte ein, mit der die 123.000 Nutzer pro Jahr 775 Tonnen CO²-Emissionen einsparen.

Die Tendenz zur Elektromobilität wird bereits jetzt von Regierungen weltweit gefördert, und die Anreize werden nur weiter zunehmen.

Ein weiteres wichtiges Thema wird das autonome Fahren sein. Für den Anfang werden die Autos selbstständig in in Parklücken und Parkhäuser einparken. Später dann werden Sie autonom zum Kunden vorfahren. Mit autonomen Fahren könnte die Fahrzeugauslastung beim free-floating Carsharing erheblich verbessern lassen – sogar so sehr, dass eines Tages der selbe Bedarf wie heute mit der Hälfte der Wagen befriedigt werden kann.

Die Zukunft des Carsharings ist elektrisch, autonom und vernetzt. Was als Trend begann, wird in Zukunft eine wichtige Säule der urbanen Mobilität werden.

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1 Kommentar

  1. Günther Huck

    10. Februar 2017 at 14:18

    Was ändert Car-sharing wirklich?

    Wenn die individuale Mobilität erhalten bleiben soll, werden sich durch Car-sharing Systeme die Anzahl der Einzelfahrten von Personen wohl nicht ändern. Ich befürchte sogar dass die Fahrten zunehmen werden. Der zurückgelegte km wird für den einzelnen Benutzer bei Miete anstatt Besitz billiger und damit steigt der Anreiz zur individuellen Mobilität.
    Dass sich mehrere fremde Personen ein Fahrzeug teilen wird wohl aufgrund des Risikos für die „Passagiere“ und der Haftungsfrage für den Fahrer nicht so schnell kommen. Dazu müsste das autonome Fahren funktionieren.
    Also bleibt die Ersparnis von Stellflächen, aber dieser Vorteil wird du die Bevölkerungszunahme mehr als zunichte gemacht.

    Die Zukunft von Carsharing in dieser Form ist daher eher Wunsch der deutschen Autolobby um wieder Neufahrzeuge absetzen zu können. Für die urban Bevölkerung wäre der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und (elektrisch betriebene) Sammeltaxis wohl besser geeignet.

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