Das Prinzip des Thermoelektrischen Generators (TEG) ist bereits seit einigen Jahren bekannt. Dieser nutzt den Temperaturunterschied zwischen dem menschlichen Körper und der Außenwelt, um Energie zu produzieren. Bisher kämpfte die Technologie aber noch mit zwei Problemen: Zum einen waren die TEGs vergleichsweise groß und zum anderen produzierten sie nur wenig Energie. So kam bereits im Jahr 2013 ein Schlafsack mit integriertem TEG auf den Markt. Die während eines achtstündigen Schlafes generierte Energie reichte dann aber nur für elf Sprechminuten mit dem Mobiltelefon. Auch eine batterie- und akkulose Taschenlampe ist bereits käuflich zu erwerben. Forscher der North Carolina State University haben nun einen Durchbruch auf dem Gebiet der Thermoelektrischen Generatoren vermeldet.


© North Carolina State University
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Der neu entwickelte Chip ist lediglich noch zwei Millimeter dick

Ihnen ist es gelungen, die Energieproduktion zu verzwanzigfachen. So konnten die bisherigen Produkte aus einem Quadratzentimeter des Körpers in etwa ein Mikrowatt an Strom generieren. Zukünftig sind auf derselben Fläche bis zu zwanzig Mikrowatt möglich. Mehr noch: Der neu entwickelte Chip besitzt lediglich eine Dicke von rund zwei Millimetern – kann also problemlos mit vielen Geräten kombiniert werden. Die Forscher haben zudem untersucht, wo der TEG am Körper am effektivsten ist. Das Ergebnis: Am besten sollten die Geräte am Oberarm getragen werden. Dort war die Stromproduktion aus Körperwärme am höchsten.

Medizinische Sensoren könnten umweltfreundlich mit Strom versorgt werden

Theoretisch denkbar ist allerdings auch die Integration in die Vorderseite eines T-Shirts. Während des Joggens ließen sich so immerhin bis zu 16 Mikrowatt an Energie produzieren. Langfristig soll die Technologie dann alle möglichen Wearables mit Strom versorgen. Die beteiligten Wissenschaftler sehen dabei vor allem auf dem Markt für medizinische Geräte ein enormes Potential. So könnten beispielsweise Sensoren, die den Gesundheitszustand von Patienten überwachen, mit Hilfe der Körperwärme auf umwelt- und klimafreundliche Art und Weise angetrieben werden. Positiver Nebeneffekt: Die Batterien müssen nicht mehr gewechselt werden. Aber auch im Outdoor-Bereich gibt es mit Sicherheit eine Vielzahl an Möglichkeiten, die verbesserten TEGs sinnvoll zum Einsatz zu bringen.


Via: Treehugger

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