Forscher verwandeln klimaschädliches CO2 umweltschonend in harmloses Gestein

CO2 wird immer dann zum Problem, wenn es in die Atmosphäre entweicht. Schon seit längerer Zeit gibt es daher die Idee, das klimaschädliche Gas stattdessen einzufangen und unterirdisch zu speichern. Die Angst vor undichten Stellen sorgte allerdings zumeist für eine ablehnende Haltung der Bevölkerung. Eine kommerzielle unterirdische Speicherung ließ sich daher noch nicht realisieren. Ein Projekt des US-Energieministeriums zeigt nun aber eine interessante Alternative auf: Den Forschern ist es gelungen, dass CO2 unterirdisch in Gestein zu verwandeln. Angst vor Lecks muss dann niemand mehr haben. Einen ähnlichen Ansatz hatten vor kurzem auch Forscher in Island erfolgreich zum Abschluss gebracht.

Foto: Coal power-plant and oilseed rape, martin, Flickr, CC BY-SA 2.0

Tausend Tonnen CO2 wurden in ein Mineral umgewandelt

In den USA wurden vor einiger Zeit insgesamt 1.000 Tonnen flüssiges CO2 in eine unterirdische Basaltschicht gepumpt. Basalt hat dabei den Vorteil, dass es recht reaktionsfreudig und weltweit verfügbar ist. Tatsächlich konnten die Forscher nach zwei Jahren eine entscheidende Veränderung feststellen: Das flüssige CO2 hatte sich in das Mineral Ankerit verwandelt und war so dauerhaft gesichert. Unklar ist allerdings noch, inwieweit sich die Methode heraufskalieren lässt. Es ist durchaus möglich, dass die Umwandlung deutlich schwieriger verläuft, wenn sich bereits große Mengen an CO2 unter der Erde befinden. In Island scheint man inzwischen aber in der Lage zu sein, jährlich 10.000 Tonnen CO2 dauerhaft unterirdisch zu speichern.

CO2-Einsparungen bleiben weiterhin nötig

Auch diese Menge ist zunächst natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Zum Vergleich: Insgesamt setzt die Menschheit jährlich rund 40 Milliarden Tonnen CO2 frei. Global zum Einsatz gebracht, könnte die Lagerung als Gestein aber durchaus einen wirkungsvollen Effekt haben. Auch aus Kostensicht ist die neue Methode mehr als konkurrenzfähig. So kostet die konventionelle Speicherung von CO2 unter der Erde aktuell zwischen 55 und 90 Euro pro Tonne. Mit der neuen Methode lassen sich die Kosten pro Tonne jedoch auf 25 Euro reduzieren. Noch günstiger ist es allerdings, erst gar keine CO2-Emissionen zu verursachen – und somit die Vorgaben des Weltklimavertrags von Paris zu erfüllen.