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US-Regierung stoppt die Verpachtung öffentlicher Flächen für den Kohlebergbau

Die Entdeckung der Kohle als Energieträger ermöglichte einst den Beginn der industriellen Revolution. Inzwischen gelten Kohlekraftwerke aber als Auslaufmodelle. So hat Großbritanniens Energieministerin Amber Rudd Ende letzten Jahres verkündet, ihre Regierung halte die Verbrennung von Kohle für nicht zukunftsträchtig. Aktuell sind auf der Insel allerdings noch einige Kohlekraftwerke in Betrieb, die letzte Mine des Landes hat aber bereits für immer ihre Pforten geschlossen. Ganz so weit ist es in den Vereinigten Staaten zwar noch nicht. Doch auch die US-Regierung sieht die enormen Klimaemissionen der Kohleenergie inzwischen kritisch. Innenministerin Sally Jewell hat daher nun angekündigt, vorläufig keine staatlichen Flächen mehr für den Kohleabbau zu verpachten.

Coal_mine_Wyoming

Bereits bestehende Abbaugebiete sind von der Neuregelung nicht betroffen

Stattdessen soll zunächst eine Revision der staatlichen Kohlepolitik stattfinden. Dabei sollen vor allem die Auswirkungen des Kohlebergbaus auf die Umwelt, das Klima und die Gesundheit der Bevölkerung näher untersucht werden. Auf privatem Gelände können allerdings auch weiterhin neue Tagebauflächen eingerichtet werden – auch bereits bestehende Pachtverträge bleiben bestehen. Aktuell sind rund vierzig Prozent der Kohlebergbauflächen im Besitz der öffentlichen Hand. Angst vor einem Energieengpass müssen die US-Bürger dabei nicht haben. Die aktuelle Kohleproduktion lässt sich auch mit den bisher vorhandenen Anlagen noch rund zwanzig Jahre aufrecht erhalten. Ob danach überhaupt noch Kohle im Energiemix benötigt wird, bleibt zudem ohnehin abzuwarten.

Präsident Obama lobte die erneuerbaren Energien als Technologie der Zukunft

US-Präsident Barack Obama ist zumindest ein großer Fan der erneuerbaren Energien. In seiner letzten Rede zur Lage der Nation sagt er: „Auf Feldern von Iowa bis Texas ist Windenergie heute günstiger als die schmutzigeren konventionellen Energieträger. Auf den Häuserdächern von Arizona bis New York sorgt die Solarindustrie dafür, dass Amerikaner jährlich mehrere zehn Millionen Dollar an Energiekosten sparen und beschäftigt mehr Angestellte als die Kohleindustrie – mit Jobs, die überdurchschnittlich gut bezahlt werden.“ Bereits im Jahr 2014 hatte Obama die Grenzwerte an Kohlendioxidemissionen für Kohlekraftwerke gesenkt. Bei den Klimaverhandlungen in Paris im Dezember 2015 war die US-Diplomatie zudem maßgeblich am Zustandekommen des Weltklimavertrags beteiligt.

Via: Popsci

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