Zigarettenkonzerne dürfen schon seit längerem nur noch sehr eingeschränkt für ihre Produkte werben. Die Zeiten, in denen ganze Formel 1 Autos im Stile einer Zigarettenschachtel designt wurden, sind lange vorbei. Bei E-Zigaretten sieht dies allerdings noch anders aus. Diese dürfen bisher weitestgehend frei von besonderen Vorschriften werben. Ein Gesetzesentwurf im US-Senat möchte dies aber nun ändern. Die Produzenten von E-Zigaretten sollen ihre Produkte zukünftig nicht mehr an Minderjährige verkaufen dürfen – und diese mit ihrer Werbung auch nicht mehr ansprechen.


e-zigarette

Keine Rückkehr von Joe Camel

Eingebracht wurde der Text von der Senatorin Jackie Speier unter dem Namen „Stop Selling and Marketing to Our Kids E-Cigarettes“ – kurz: SMOKE. Diese ist mit der bisherigen Herangehensweise der E-Zigarettenindustrie nicht einverstanden: „Die E-Zigaretten Hersteller denken, sie könnten uns in die Zeit von Joe Camel zurückführen“, empörte sich die Senatorin und bezog sich dabei auf eine einstmals populäre Werbefigur der Zigarettenmarke Camel. Diese war vor allem bei Kindern sehr beliebt und in den Vereinigten Staaten bei den fünf bis sechsjährigen zwischenzeitlich bekannter als die Micky Mouse oder Fred Feuerstein. Dies brachte dem Konzern den Vorwurf ein, gezielt Minderjährige anzusprechen.


Verkaufsverbot an Minderjährige wird oft ignoriert

Speier will mit ihrem Vorschlag nun verhindern, dass sich diese Geschichte mit E-Zigarettenmarken wiederholt. „Der SMOKE-Act stellt klar, dass E-Zigaretten für Erwachsene und nicht für Minderjährige gedacht sind und sorgt dafür, dass diese sicher reguliert und verpackt sind und keine Gefahr für Kinder darstellen“, so die Senatorin. Bisher scheinen sich die Verkäufer von E-Zigaretten tatsächlich recht wenig um den Jugendschutz zu kümmern. Eine Studie kam zuletzt zu dem Ergebnis, dass 94 Prozent aller Versuche von Minderjährigen online E-Zigaretten zu bestellen, erfolgreich waren. Dabei ist der Verkauf an Minderjährige in den meisten Bundesstaaten schon seit längerem verboten.

Quelle: Digital Journal

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