In der Tagespolitik sind die US-Senatoren seit einigen Jahren heillos zerstritten. Es gibt kaum ein Thema, bei dem sich die beiden politischen Blöcke noch einigen können. Immerhin scheint ihnen dies aber nun im Bereich der kommerziellen Raumfahrt gelungen zu sein. Denn der US-Senat hat den so genannten „Space Act of 2015“ einstimmig verabschiedet. Darin werden Regeln für den Abbau von Rohstoffen im Weltall festgelegt. So wird den Privatkonzernen das Recht zugesprochen, die im Weltall abgebauten Rohstoffe auch zu vermarkten. Der Privatbesitz von Asteroiden, Planeten und sonstigen Himmelskörpern ist aber auch weiterhin nicht möglich.


Jupitermond Ganymed
Auf dem Jupitermond Ganymed soll es flüssiges Wasser geben (Foto: ESA/NASA)

Die privaten Konzerne begrüßen die Neuregelung

Die Gesetzesvorlage muss nun noch vom Repräsentantenhaus bestätigt und dann von Präsident Obama unterzeichnet werden. Da sie aber von allen Senatoren unterstützt wurde, gilt eine Zustimmung als sicher. Der Privatkonzern Planetary Resources jedenfalls ist von einem Erfolg des Gesetzes überzeugt. „In vielen Jahren werden wir diesen Wendepunkt der Geschichte als großen Schritt in Richtung der Entwicklung des Menschen zu einem multiplanetaren Lebewesen betrachten“, erklärte beispielsweise Co-Chairman Eric Anderson. Der US-Senat hat dabei allerdings eigens einen Satz so verändert, dass auch der Privatbesitz von Lebewesen aus dem All definitiv ausgeschlossen wird. Möglicherweise entdeckte Aliens können also nicht von Privatfirmen beansprucht werden.

Internationales Recht untersagt den Besitz von Himmelskörpern

Die tatsächliche Inbesitznahme von Himmelskörpern ist zudem nicht nur durch den „Space Act“ untersagt, sondern auch im internationalen Weltraumvertrag aus dem Jahr 1967 ausgeschlossen worden. Zwar ist im Vertrag selbst nur die Rede davon, dass Staaten keine Himmelskörper besetzen dürfen. Die allgemeine Rechtsauffassung geht aber davon aus, dass dies dann auch für private Firmen gilt. Insofern ist der Abbau der Rohstoffe im Weltall zukünftig zunächst auch nur nach US-Recht legal. Sollten irgendwann auch Firmen aus anderen Ländern entsprechende Ansprüche erheben, müsste sich die Weltgemeinschaft wohl noch einmal zusammensetzen und den Weltraumvertrag entsprechend erweitern.


Via: Popsci

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