ZootRock
Bild via ZootRock

Dass Aufgaben, die ursprünglich von Menschenhand erledigt wurden, inzwischen vollautomatisch ablaufen, daran haben wir uns bereits gewöhnt. Bisher galt allerdings die Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens als eine Sparte, die intensiver Betreuung durch Mitarbeiter bedurfte. Natürlich werden auch dort die Texte schon seit längerem auf einem Computer geschrieben – der Inhalt aber entsprang bisher einem menschlichen Gehirn. Das US-Start-Up ZootRock möchte dies nun ändern: Unternehmen sollen vollautomatisch generierte Inhalte für ihre Social-Media-Kanäle bereitgestellt bekommen.


Social-Media nimmt bei Unternehmen einen immer größeren Stellenwert ein

Der Vorteil liegt dabei klar auf der Hand: Bisher ist die Öffentlichkeitsarbeit gerade für junge Firmen sehr zeit- und personalintensiv. Gleichzeitig kann die in den sozialen Netzwerken verbrachte Zeit nicht zur Weiterentwicklung und Direktvermarktung der eigenen Produkte genutzt werden. In einem Interview mit der Seite venturebeat.com erklärt die Gründerin von ZootRock, Audrey Melnik, daher, wie ihre Firma anderen Start-Ups unter die Arme greifen kann.

Zunächst wird also die zu betreuende Firma analysiert und eine zu erreichende Zielgruppe festgelegt. Anschließend filtert ZootRock aus einer firmeneigenen Datenbank die Themen heraus, die für die Social-Media-Aktivitäten des Kunden relevant sind. Schließlich werden zu diesen Themen Inhalte generiert. Der Kunde kann dann entscheiden, ob die Inhalte automatisch in seine Social-Media-Kanäle implementiert werden sollen. Alternativ kann er auch nur einzelne der vorgeschlagenen Postings auswählen und online stellen. Bei dieser Funktion soll die Technik dann sogar lernfähig sein und zunehmend Inhalte produzieren, die sich inhaltlich und vom Aufbau her an den genutzten orientieren.


ZootRock in Aktion

Große Unternehmen setzen weiterhin auf den Faktor Mensch

Der Vorteil der Kommunikation über soziale Medien liegt für Unternehmen zu einem großen Teil auch in der Interaktivität. Sprich: Sie bekommen ein direktes Feedback möglicher Kunden und können mit diesen interagieren. Natürlich hat die Nutzung eines solchen Services aber auch Nachteile. Bei automatisch generierten Inhalten fällt diese Art der Interaktion natürlich weg. Außerdem ist die Technik nicht in der Lage die Rückmeldungen der User zu verarbeiten. Was aber, wenn sich ein Shitstorm auf der eigenen Facebook-Seite zusammenbraut? Dann muss doch wieder von Hand eingegriffen werden. Möglichst von jemandem, der sich auch zuvor schon intensiv mit den sozialen Medien beschäftigt hat.

Größere Unternehmen dürften daher auch weiterhin auf die Arbeit von Mitarbeitern aus Fleisch und Blut setzen. Für Start Ups und kleinere Unternehmen kann der Service von ZootRock aber durchaus eine sinnvolle Unterstützung darstellen. Es bleibt zudem natürlich die Frage, wohin sich die Technik noch entwickeln kann. Was glaubt ihr? Wird die Technik eines Tages in der Lage sein, den Menschen beim Schreiben von Texten komplett zu ersetzen? Also nicht nur Social-Media-Updates zu verfassen, sondern auch Zeitungsartikel oder Bücher auf höchstem Niveau?

Quelle: Ventuerebeat

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