Windenergie vor der Küste eines Landes zu produzieren, ist keine ganz neue Idee mehr. Die Logik dahinter ist ja auch einleuchtend: Zum einen weht dort schlicht ein stärkerer Wind als an Land und zum anderen gibt es keine menschlichen Anwohner, deren Interessen berücksichtigt werden müssen. Allerdings sind die Planung und der Bau eines Offshore-Windparks auch deutlich komplizierter als bei der konventionellen Alternative an Land. So wurde mit den Planungen des „Block Island Windparks“ vor der Küste des US-Bundestaats Rhode Island bereits im Jahr 2010 begonnen. Erst jetzt gingen die Windräder aber tatsächlich in Betrieb und sind damit der erste fertiggestellte Meereswindpark in den gesamten Vereinigten Staaten.


Via: Treehugger
Via: Treehugger

5.000 Haushalte erhalten sauberen Strom

Genutzt werden soll der dabei produzierte Strom dann vornehmlich, um damit die Einwohner der Insel Block Island zu versorgen. Diese sind bisher auf den Einsatz von Dieselmotoren angewiesen – was allerdings vergleichsweise teuer und klimaschädlich ist. Die nun in Betrieb genommenen fünf Windräder produzieren 125.000 MWh Strom und können somit rund 5.000 Haushalte versorgen. Dies reicht aus, um neunzig Prozent des Strombedarfs der Insel zu decken. Der Windpark ist zudem auch an das Stromnetz des Festlandes angebunden und kann dort überschüssige Energie einspeisen. Schätzungen gehen davon aus, dass sich durch den Einsatz der Windräder jährlich etwa 40.000 Tonnen CO2 einsparen lassen.

Die Windräder sind rund 170 Meter hoch

Bei den vor der Küste verbauten Windrädern handelt es sich um die von GE produzierten Turbinen namens Haliade. Diese gehören zu den größten weltweit. So sind die einzelnen Windräder 170 Meter hoch und besitzen eine Rotorenspannweite von 150 Metern. Ursprünglich sollte das Projekt dabei nur dazu dienen, die Funktionsfähigkeit der Technologie zu demonstrieren. Inzwischen wurde daraus aber ein eigener kleiner Windpark. Die Vorbildfunktion dürfte dadurch allerdings nicht verloren gegangen sein: Vor der US-Ostküste befinden sich bereits zahlreiche andere Offshore-Windprojekte in der Planung, die von den Erfahrungen des „Block Island Windparks“ profitieren können.


Via: Treehugger

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.