Ob Autos mit integrierter Brennstoffzelle tatsächlich der Umwelt und dem Klima nützen, ist umstritten. Zwar gibt das Auto während der Fahrt tatsächlich nur Wasser ab, sodass keine Emissionen entstehen. Dafür ist die Produktion des benötigten Wasserstoffs aber für das Klima sehr belastend. Denn dabei kommt in der Regel Erdgas zum Einsatz. Die CO2-Emissionen entstehen also nicht während der Fahrt, wohl aber bei der Produktion des Treibstoffs. Zudem ist der Vorgang sehr energieintensiv. Greenpeace spricht daher von einem „Placebo für das Klima“. Bei Toyota ist man in diesem Punkt anderer Meinung und treibt die Entwicklung der neuen Antriebstechnik konsequent voran. So kam in den Vereinigten Staaten zuletzt der Toyota Mirai auf den Markt und wird aktuell mit einer interessanten Kampagne beworben.


© Toyota

37 „Eco-Billboards filtern Stickstoffoxide aus der Luft

Denn trotz der erwähnten Bedenken haben Wasserstoffautos natürlich unbestritten einen Vorteil: Sie tragen nicht zur Luftverschmutzung in den Städten bei. Auf diesen Umstand macht Toyota nun in San Francisco und Los Angeles aufmerksam, indem 37 sogenannte „Eco-Billboards“ installiert wurden. Diese sind mit einer Titandioxidschicht überzogen, die wie ein Luftreiniger wirkt. Denn wenn die Luft mit der Schicht reagiert, werden Stickstoffoxide aus der Luft entfernt – die Luftverschmutzung sinkt also. Der Vorgang funktioniert allerdings nur tagsüber, weil Licht vorhanden sein muss, um die Reaktion einzuleiten. In diesem Zeitraum ist allerdings auch die Belastung der Luft am höchsten.

Die Werbekampagne wird knapp zwei Monate laufen

Die 37 Werbeflächen umfassen mehr als 2000 Quadratmeter und können monatlich die Menge an Stickstoffoxid aus der Luft filtern, die von rund 5.285 Autos produziert wird. In einer riesigen Stadt wie Los Angeles ist dies natürlich nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein. Dennoch handelt es sich um eine interessante Idee, die die Vorzüge der Brennstoffzellenfahrzeuge in den Vordergrund rückt. Zu sehen sein wird die Werbekampagne vom 3. April bis zum 28. Mai. Der Toyota Mirai wurde im Jahr 2014 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und kostet in den Vereinigten Staaten 57.500 US-Dollar. Ähnlich wie auch bei Elektrofahrzeugen fehlt in vielen Regionen aber noch die benötigte Infrastruktur für Wasserstoffautos.


Via: Treehugger

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