Zimmerpflanzen sind eine feine Sache. Abgesehen vom dekorativen Aspekt reinigen Sie die Raumluft, regulieren die Luftfeuchte und dämpfen bei entsprechendem Blattwerk sogar Umgebungslärm. Abhängig von der Pflanzenart benötigen Zimmerpflanzen aber auch mehr oder minder viel Pflege. Natürlich ist eine seltene Orchidee da komplizierter als die gemeine Zimmerpalme, aber auch für die Pflege letzterer fehlt so manchem das Talent. Im Volksmund spricht man dabei vom „grünen Daumen“. Manche haben ihn, andere aber nicht. Um letzterer Gruppe unter die Arme zu greifen, hat ein Startup aus Stuttgart „växt“ entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Art Smart Home-Gießhilfe, die es Pflanzenfreunden erleichtert, ihre Zimmerpflanzen mit der richtigen Menge Wasser zu versorgen.


So hilft växt beim Blumengießen

Gemeinerweise kann man Pflanzen nicht nur vertrocknen lassen, man kann sie auch quasi ertränken. Jede Pflanzenart hat ihren individuellen Wasserbedarf, und zu viel oder zu wenig kann zu schwerwiegenden Folgen für das Gewächs führen – wenn wir ehrlich sind, haben die meisten von uns schon die ein oder andere Pflanze auf dem Gewissen. Die Frage, wann welche Pflanze wie viel Wasser braucht wird spätestens dann kompliziert, wenn in der Wohnung unterschiedliche Pflanzen stehen. Um da den Überblick zu behalten, muss man sich schon ein wenig mit seinen grünen Schützlingen auseinandersetzen. Oder eben auf „växt“ zurückgreifen.


Das växt-System besteht aus einem Basis-Gerät und beliebig vielen Pflanzensensoren. Die Sensoren können für alle gängigen Pflanzenarten programmiert werden und kommen dann direkt neben die Pflanze in die Erde, damit sie dort die Feuchtigkeit messen können.

Die Basis-Station dient dazu, den Nutzer an seine Gießrunde zu erinnern und ihn bei der Entscheidung zu unterstützen, ob und wenn ja wie viel Wasser eine Pflanze benötigt. Dies geschieht auf denkbar einfache Weise: Wenn es Zeit zum Gießen ist, blinkt das Logo am växt-Basisgerät. Dieses wird dann auf die Gießrunde mitgenommen und direkt an den Sensor im Topf gehalten. Das Basisgerät tauscht dann Daten mit dem Sensor per NFC aus und analysiert, wie viel Wasser die Pflanze benötigt. Das wird dann durch eine einfache Symbolsprache direkt am Gerät angezeigt. Die Anweisung „nicht gießen“ ist dabei auch enthalten, genauso wie eine Warnung vor Staunässe. Das System lernt mit jeder Messung dazu, sodass die Analysen mit der Zeit genauer und zuverlässiger werden.

Manchmal ist weniger mehr

Mit dem växt-System nähern sich die vier Gründer Ante, Fabian, Kai und Sebastian der Smarthome-Idee eher von der minimalistischen Seite. Växt stellt keine App bereit, die den Nutzer über den seinen „Gieß-Verlauf“ informiert und mehrmals am Tag mit Pushbenachrichtigungen nervt. Das System kann auch nicht wie andere Smarthome-Lösungen in ein Gesamtsystem integriert werden.

Stattdessen konzentriert sich växt auf das Wesentliche: Nutzer ohne den berühmten grünen Daumen ans Gießen zu erinnern und sie darüber zu informieren, wie viel Wasser die jeweilige Pflanze benötigt. Und das macht das System richtig gut und mit wenig Aufwand für den Nutzer. Die växt-Sensoren fallen im Blumentopf kaum auf und sind passiv, sie benötigen also keine Batterien.

Wer sich bei der Pflege seiner Zimmerpflanzen schwer tut oder einfach ein wenig Sicherheit benötigt, der sollte unbedingt mal bei der Kickstarter-Kampagne von växt vorbeischauen. Das Basispaket mit der Basis-Station und drei Pflanzensensoren bekommen Unterstützer für 40 Euro. Wer mehr Sensoren benötigt, greift zu einem der größeren Sets oder kauft diese später im Handel nach. Växt kann mit beliebig vielen Sensoren benutzt werden. Ab Dezember 2017 sollen die Sets dann ausgeliefert werden und können dann hoffentlich den ein oder anderen Pflanzentod verhindern.

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