Die Industrie 4.0 ist aktuell ein ziemlich beliebtes Thema, wenn es darum geht die Zukunft großer Betriebe voraus zu sagen. Mit der zunehmenden Digitalisierung, wächst jedoch auch die Anzahl der gesammelten Daten. Datensicherheit, Datenerfassung und Datennutzung sind hierbei die Hauptstichworte. Die Bündelung und Auswertung der Industrie 4.0 Daten öffnet dabei auch den Raum für neue Geschäftsideen. Experten sind der Meinung, dass derjenige der als Erster aus den Daten etwas machen kann im Hinblick auf die Entstehung neuer Dienstleistungsfelder ganz weit die Nase vorn haben wird.


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Mittelständler werden zu IT-Experten

Vernetzte Maschinen setzen ein intaktes Breitbandnetzwerk voraus. Immer mehr Unternehmen, darunter auch Mittelständler, müssen sich daher vermehrt mit dem Thema IT auseinandersetzen. Wer hier schläft kann den Fortschritt verschlafen und in Zukunft an Konkurrenzfähigkeit einbüßen. Wichtig ist dabei sich langsam an die Materie heranzutasten und auf professionellen Support zu setzen. Zu Beginn empfehlen Experten sich mit Monitoring Software auseinander zu setzen. Einfache Tools, die sogar auch teilweise als Freeware verfügbar sind und wie diese beispielsweise Solarwinds anbietet, dienen zur einfachen Überwachung der Bandbreite. Hierbei kann man die Performance des eigenen Netzwerks im Unternehmen stets überwachen und Warnungen anzeigen lassen, sobald Ungereimtheiten mit den verfügbaren Schnittstellen auftreten.


Das Geschäft mit den Daten

Mit der Digitalisierung der Unternehmen entstehen geballte Datenmengen, die es in diesem Ausmaß bisher noch nicht gab. Es stellt sich daher vermehrt die Frage, wem die Daten eigentlich gehören und wer an diesen die Nutzungsrechte hat? Was zunächst trivial klingt, ist in besonderen Fällen alles andere als klar. So behalten Triebwerkshersteller und Aufzughersteller auch nach dem Verkauf der Erzeugnisse die Exklusivrechte an den durch die Maschinen erzeugten Daten.

In einem recht interessanten Beitrag zu dieser aktuell ziemlich brisanten Thematik äußerte sich auch der Präsident des Branchenverbandes der Elektroindustrie ZVEI, Michael Ziesemer gegenüber der Frankfurter Allgemeine. Auch viele Hersteller moderner Maschinen äußern vermehrt Unsicherheiten. “In vielen Fällen wissen wir nicht, wie sie sich verändern, aber wir wissen, dass sie sich verändern werden”, so Ziesemer gegenüber der Faz.

Mit dem Verkauf von Daten erzielt man dem Experten zufolge “keinen Gewinn, sondern mit dem sogenannten After-Sales-Service, also vor allem der Wartung der Anlage”. In Zukunft wird die Verfügbarkeit freier und nicht gänzlich ausgelasteter Maschinen zunehmen. Das hat den Vorteil, das Betriebe Kooperationen eingehen können und teilweise Maschinen nicht neu angeschafft werden brauchen. Erworben werden schließlich nur noch die Nutzungsrechte für die Maschinen.

“Die gemeinsame Nutzung von Autos ist schon Realität, wenn sich aber künftig auch Werkstücke ihre Werkzeugmaschine selbst suchen”, ergänzt Ziesemer in dem Zeitungsbericht. Aus dem Produktgeschäft wird fortan auch ein Dienstleistungsgeschäft. Dienstleister, die sich auf die Vernetzung von Maschinen spezialisiert haben nehmen dabei in Zukunft einen immer höheren Stellenwert ein. Die Spezialisten bieten Software und Experten, die helfen die Daten der Maschinen zu erfassen, zu speichern einzulesen und zu analysieren. Eine sinnvolle Aufbereitung der Daten sorgt zuletzt dafür, dass Systeme effizienter Arbeiten und Entscheidungen über Veränderungen leichter getroffen werden können. Zudem spielt auch die IT Sicherheit eine wesentliche Rolle im Hinblick auf die Überwachung der Systeme. Anbieter wie Microsoft, Cisco sowie T-Systems bieten bereits entsprechende Plattformen an.

Während einige Anbieter bereits intelligente Plattformen für die Datenverwaltung bieten, stellen sich Experten jedoch die Frage, wie es um einen möglichen Wechsel der Anbieter/Dienstleiter gestellt ist? Der Wechsel sollte so von Statten gehen, dass kein neuer Datenfluss aufgebaut werden müsste und ohne das Daten verloren gehen.

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