Gerade in historisch gewachsenen Städten konkurrieren Rad- und Autofahrer oftmals um die selben Flächen. In China könnte sich diese Problematik noch weiter verschärfen: Dort sollen bereits im Jahr 2050 mehr als eine Milliarde Menschen in Städten wohnen. Spätestens dann sind neue Mobilitätskonzepte notwendig, um einen vollständigen Verkehrsinfarkt zu vermeiden.


Dieser Ansicht ist auch der deutsche Autobauer BMW und hat daher gemeinsam mit der Tongji Universität Shanghai ein Konzept für den Fahrradweg der Zukunft vorgestellt. Dieses sieht vor, oberhalb der bereits vorhandenen Straßen eine zweite Ebene einzurichten, die ausschließlich mit E-Bikes befahren werden darf. Auf diese Weise sollen Radfahrer den gewöhnlichen Verkehr überfahren können und schnell und sicher ans Ziel kommen.

Auch Flüsse können auf dem Radweg der Zukunft problemlos überquert werden. Foto: BMW Group

Leihstationen sollen für noch mehr potentielle Nutzer sorgen

Ähnlich wie bei einer Autobahn für Kraftfahrzeuge soll der Fahrrad-Highway aber nur an speziellen Auf- und Abfahrten verlassen werden können. Bis zur Wunschadresse muss der Radfahrer dann doch noch einmal auf die für alle zugängliche Straße ausweichen. Die spezielle Hochstraße für Elektroräder soll zudem überdacht sein und über eine eigene Lüftung und Klimaanlage verfügen. Auch an Leute ohne eigenes E-Bike wurde gedacht: An den Auffahrten soll es jeweils Leihstationen geben. Diese Maßnahme sorgt dafür, dass die Zahl der potentiellen Nutzer deutlich gesteigert werden kann. Dafür gibt es aber auch strenge Regeln: Die Höchstgeschwindigkeit soll bei maximal 25 Stundenkilometern liegen.

Künstliche Intelligenz überwacht den Verkehrsfluss

Künstliche Intelligenz soll  die Verkehrsströme überwachen und gefährliche Situationen mit zu vielen Fahrern auf zu wenig Raum vermeiden helfen. In diesem Punkt sind die Planungen aber noch eher unkonkret. Bleibt die Frage zu klären, warum sich ausgerechnet ein Autobauer mit dem Radweg der Zukunft beschäftigt. Zum einen dürfte dies einen ganz praktischen Hintergrund haben: Im Stau zu stehen, macht auch mit dem besten Auto der Welt keinen Spaß. BMW hat also ein natürliches Interesse an einem fließenden Verkehr – und macht sich daher Gedanken über neue Verkehrskonzepte. Zum anderen wollen Autohersteller aber natürlich auch keinen neuen Mobilitätstrend verpassen und denken daher über das eigene Fahrzeug hinaus.


Via: Treehugger

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