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Vitamin B3: Stammt das lebenswichtige Molekül aus dem Weltall?

Vitamin B3 ist ein essentieller Teil der Ernährung. Ein Vitamin-B3-Mangel bei Menschen führt zu Übelkeit, Anämie und Müdigkeit. Wichtige B3-Lieferanten sind beispielsweise Lachs, Avocado und Nüsse. Ein Team von Wissenschaftlern stellte nun eine überraschende Theorie auf: Möglicherweise kam Vitamin B3 aus dem All auf die Erde.

Vitamin B3 NASA

Vitamin B3 könnte im Weltall entstanden und von dort auf die Erde gekommen sein. Foto: NASA

Kann Vitamin B3 im Weltall entstehen?

Die Forscher vermuten, dass das Vitamin im Eis von Meteoriten auf die Erde kam. Zu diesem Ergebnis kamen sie durch die Analyse der Überreste verschiedener Meteoriten. Kohlenstoffreiche Meteoriten enthalten zwischen 30 und 60 Teile pro Milliarde an Vitamin B3. Um ihre Theorie zu stützen, entschloss sich das Team, zu versuchen, Vitamin B3 in weltallähnlichen Bedingungen zu synthetisieren. Dazu benutzten sie eine Mischung aus Gas, darunter auch solches, das Pyridin enthält, das im Weltall in Kohlenstoffdioxid-Eis zu finden ist. Pyridin ist ein wesentlicher Bestandteil der Synthesekette von Vitamin B3. Die Ergebnisse des Experiments waren vielversprechend.

We found that the types of organic compounds in our laboratory-produced ices match very well to what is found in meteorites. This result suggests that these important organic compounds in meteorites may have originated from simple molecular ices in space. This type of chemistry may also be relevant for comets, which contain large amounts of water and carbon dioxide ices. These experiments show that vitamin B3 and other complex organic compounds could be made in space and it is plausible that meteorite and comet impacts could have added an extraterrestrial component to the supply of vitamin B3 on ancient Earth”, so Karen Smith von der NASA.

Der Beweis ist noch nicht erbracht

Sollte die Theorie zutreffen, hat das Implikationen für unser Verständnis des Entstehens von Leben auf der Erde. Viele für biologische Metabolismen essentielle Strukturen sind von Vitamin B3 abhängig. Die Vitamine aus dem Weltall könnten den Prozess der Entstehung von Leben auf der Erde beschleunigt oder sogar angestoßen haben.

Um die Entstehung von Vitamin B3 im Weltall zu testen, kühlten die Forscher eine Aluminiumplatte im Vakuum auf –253° C, um die Bedingungen im Weltall zu simulieren. Auf dieser Platte ließ das Team Gase gefrieren, die Kohlenstoffdioxid, Wasser und Pyridin enthielten. Anschließend wurde die Platte mit Protonen beschossen, um kosmische Strahlung zu simulieren. Im Anschluss an das Experiment fanden die Forscher eine Vielzahl komplexer Moleküle, darunter auch Vitamin B3.

Auch wenn das Ergebnis tatsächlich Grund für Aufregung ist, stellt es noch keinen Beweis dar, dass Vitamin B3 tatsächlich aus dem Weltall auf die Erde kam. Im nächsten Schritt wollen die Forscher das Vitamin im Weltall selber nachweisen.

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