Während der Branchenriese, die Telekom, stetig und hartnäckig den Ausbau des DSL-Netzes mittels Glasfasernetz auch in den ländlicheren Regionen vorantreibt, sieht Vodafone seine Chancen im innovativen Mobilfunknetz LTE.


Geschwindigkeit von LTE / 4G im Vergleich
Geschwindigkeit von LTE / 4G im Vergleich (Quelle: Wikimedia, McZusatz, CC-Lizenz)

Die Hürden, die es beim Ausbau der raschen Internetanbindung zu überwinden gilt, lassen sich laut Auskunft des britischen Telekommunikationsunternehmen am einfachsten und kostengünstigsten mit einer schnellen Anbindung meistern, die keine Kabelanbindung und zusätzliche Verteiler benötigt. Die Telekom zeigte sich über diese Entscheidung enttäuscht. Laut Vodafone sollten die Leitungsmieten, die an den Ex-Monopolisten zu zahlen sind eigentlich in den weiteren Ausbau des Netzes investiert werden.

Fritz Joussen, Chef von Vodafone ist jedoch von der Investitionspolitik der Telekom  kommentierte dazu verdrossen:


»Die Zahlungen, die Vodafone an die Telekom entrichtet, gehen mit Masse in die Dividendenausschüttungen der Aktionäre! So kann man keine neuen Kunden gewinnen!«

Die Summe von einer halben Milliarde Euro, die für die Kabelnutzung an die Telekom überwiesen wird, könne besser in einen Ausbau der LTE Technik fließen. Problematisch bei der Umsetzung dieser Idee sind allerdings die bürokratischen Hürden. Derzeit warten etwa 4000 Anträge bei der Bundesnetzagentur auf Freischaltung. Eine schnellere Abarbeitung würde den Ausbau vorantreiben und den ländlichen Haushalten erlauben, vom schnellen Internet zu profitieren. Im bevölkerungsreichsten Bundesland der Republik, in Nordrhein-Westfalen können schon neun von zehn der kabeltechnisch mangelhaft versorgten Regionen mit LTE im Netz surfen.

Die Skeptiker der Telekom melden jedoch Bedenken an. DSL im Vergleich zu LTE bietet den klaren Vorteil, dass man eine höhere Bandbreite nutzen kann. LTE Benutzer müssen sich eine Mobilfunkzelle untereinander aufteilen und kommen folglich nicht in den Genuss des vollen Tempos. Optimal wäre eine Versorgung aller Haushalte mit der FTTH (Fiber to the home) Technologie. Das bedeutet, dass bis zum Haus oder zur Wohnung ein entsprechendes Glasfaserkabel liegt. Damit sind Geschwindigkeiten von bis zu 128 Mbit/s realisierbar. Oftmals liegen aber gerade die ländlichen Hausstände so weit auseinander, dass die Kosten für die Anbindungen via Glasfaserkabel ursächlich für ein Minusgeschäft für den Betreiber wären. Verlautbarungen der Telekom zufolge heißt es: »Falls Vodafone sich entscheiden sollte, diese Wohnungen via Kabel anzuschließen, würde man selbst die Leitungsmiete an den ehemaligen Handyriesen zahlen wollen!« Die Tendenz aus dem Hause Vodafone geht allerdings deutlich in die Anbindung dieser Haushalte via LTE Mobilfunk.

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