Sprachsteuerung macht im Auto grundsätzlich sehr viel Sinn. Denn solange autonom fahrende Autos noch nicht die Regel sind, werden die Hände noch am Lenkrad benötigt. Doch die Entwicklung entsprechender Software gehört nicht zu den Kernkompetenzen der Autobauer. So haben zahlreiche Modelle zwar bereits eine Sprachsteuerung integriert – diese ist aber oftmals deutlich limitierter als die Kunden dies beispielsweise von ihren Smartphones gewöhnt sind. Der Volkswagen-Konzern hat daher nun ein gemeinsames Joint Venture mit dem chinesischen Startup Mobvoi gegründet und investiert zunächst 180 Millionen Dollar in das Projekt. Die Zusammenarbeit soll dazu führen, dass die VW-Autos zukünftig auch komplexere Anweisungen verstehen und umsetzen können.


Foto: Volkswagen

Mobvoi hat bereits einen smarten Rückspiegel für Autos entwickelt

Mobvoi hat in der Vergangenheit bereits einige interessante Produkte entwickelt und auf den Markt gebracht – so beispielsweise die intelligente Uhr Ticwatch. Für Volkswagen deutlich wichtiger dürfte aber der smarte Autorückspiegel Ticmirror sein. Dieser kann per Sprachanweisung gesteuert werden, verfügt aber auch über ein Touchdisplay. Über den Spiegel kann dann beispielsweise die Navigation abgerufen werden – aber auch verschiedene Entertainment-Funktionen. Auch Telefonieren und das Verschicken von Messaging-Nachrichten ist auf diese Weise möglich. In Zusammenarbeit mit dem sogenannten Ticeye kann das System sogar als Fahrassistent genutzt werden und warnt dann beispielsweise vor Auffahrunfällen und beim unvorsichtigen Verlassen der Fahrspur. Eine Kamera auf der Rückseite des Spiegels beobachtet dafür den Verkehr.

Die Zusammenarbeit ist zunächst auf China beschränkt

Der Ticmirror soll nun in einigen Modellen von Volkswagen in China integriert werden. Die beiden Unternehmen werden aber auch gemeinsam an Neuentwicklungen arbeiten, die die Technologie von Mobvoi sinnvoll in die Autos von Volkswagen integrieren sollen. Letztlich ist das Ziel der Zusammenarbeit also, das Fahrerlebnis für die Käufer von VW-Autos zu verbessern. Zunächst allerdings ist die Zusammenarbeit auf den chinesischen Markt beschränkt. Dieser ist für den Volkswagen-Konzern allerdings auch der mit Abstand Wichtigste weltweit. Den Angaben von Mobvoi zufolge ist zukünftig aber auch eine größer angelegte Zusammenarbeit denkbar. Dann könnten auch Autos hierzulande mit Entwicklungen des deutsch-chinesischen Joint Ventures ausgestattet werden.


Via: Engadget

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1 Kommentar

  1. Amur

    12. April 2017 at 15:35

    Was die Autotechnik betrifft, so bin ich mir sicher, dass wir in der Zukunft sehr viel innovatives sehen werden!

    Guter Artikel.

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