Daimler aber auch Volvo fahren auf dem Gebiet autonomer Trucks und Lkws ziemlich weit vorn mit. Die Giganten der Straße sind mit Hightech vollgestopft und können bereits allein fahren. Autonome Fahrzeuge werden uns allgemein in Zukunft noch vermehrt beschäftigen, hier befindet sich eine ganze Branche im Umschwung. Volvo hat nun gezeigt, welchen Stand die Technologie aktuell hat. Ein schwerer Volvo-Lkw bahnt sich allein seinen Weg all durch eine dunkle Mine in Schweden. Der Truck fährt vollkommen autonom und erkennt auch Minenarbeiter, stoppt vor diesen und hupt bei Bedarf um auf sich aufmerksam zu machen. Das Besondere ist die Umgebung. Intelligente Systeme, die autonomes Fahren ermöglichen, können nur im Zusammenspiel genügend Sicherheit gewährleisten. GPS-Daten und helle Straßenmarkierungen, an denen sich das Fahrzeug orientieren kann, fallen in der Mine weg.


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Volvo Trucks stecken voller Hightech

Volvo hat jüngst den weltweit ersten autonomen Truck gezeigt, der Untertage fahren kann. Das dämmrige Licht und die streckenweise Dunkelheit aber auch der unbefestigte Untergrund und die unregelmäßigen Felswände verlangen dem Roboter-Truck einiges ab. Volvo möchte mit dem neuen Truck zeigen, in welche Richtung es in Zukunft gehen kann und mit diesem Stück Hightech auch die Minen-Industrie revolutionieren. Die ersten Tests fanden in den Boliden-Minen im schwedischen Kristineberg statt. Der eingesetzte FMX-Truck legte allein 7 Kilometer zurück und das in einer Tiefe von bis zu 1320 Metern. In den unterschiedlichen Tiefen kommen verschiedene Sensoren zum Einsatz, um den Truck sicher und alleine fahren lassen zu können. So setzt Volvo auf insgesamt sechs Sensoren, die GPS, Radar und das LiDAR-System beinhalten. Das System erstellt dabei im Voraus eine Karte von der Mine und scannt soweit möglich alles aus der Umgebung ab. Die erfassten Daten werden entsprechend verarbeitet. Der Truck stellt sich dann auf das unterschiedliche Terrain ein, fährt, lenkt und bremst automatisch. Jede einzelne Fahrt trägt zur Optimierung der Fahrt bei. So lernt der Truck mit der Zeit auch dazu und passt zudem auch den Benzinverbrauch an.


Volvo Truck mit Lasersensoren im Video

Prinzipiell arbeitet das System so, das mindestens zwei beziehungsweise drei Sensoren gleichzeitig Daten liefern. Somit wird stets auch Sicherheit gewährleistet. Das ist übrigens auch bei den autonom fahrenden Autos von Google, Daimler und Co der Fall. Theoretisch wird nur ein Sensor benötigt, die Hersteller wollen und müssen allerdings auf Nummer sicher gehen. Im Rahmen der Demo hat Volvo den Truck auch selbst stoppen und die Zentrale kontaktieren lassen. So stellte sich Torbjörn Holmström, der Technologie-Chef von Volvo Schweden, in den Weg. Der Lkw erkannte das menschliche Hindernis, bremste vor diesem ab und hupte. „Ich war mir sicher, dass der Truck stoppte. Doch als die Bremsen griffen, hatte ich schon ein flaues Gefühl in der Magengegend“, erklärte Holmström. „Egal was für ein Fahrzeug wir entwickeln, Sicherheit hat bei Volvo die höchste Priorität. Erst recht bei den autonom fahrenden Fahrzeugen.“ Es ist dabei völlig egal an welcher Stelle sich ein Mensch befindet, mindestens zwei Sensoren erfassen das „Hindernis“ immer.

Trucks können kurz nach Sprengungen losfahren

Mit dem neuen Truck soll die Minen-Logistik optimiert und die Arbeiter etwas entlastet werden. Die Trucks sollen Staus vermeiden, kontinuierlich fahren und zudem die Be- und Entladezeiten verkürzen. Schließlich müssen die Trucks nach Sprengungen in der Mine nicht erst warten, bis sich der Rauch verzogen hat und die Mine belüftet wurde. Volvo möchte in diesem Jahr drei der Trucks in den Boliden-Minen einsetzen und mit ausgedehnten Tests fortfahren.

Hinter den Kulissen

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