Volvo macht sich schon seit längerem Gedanken über die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer. Beispielhaft für die Bemühungen war die Entwicklung eines speziellen Bremssystems in Australien, um Kollisionen mit Kängurus zu vermeiden. Aber auch Fußgänger sollen zukünftig besser geschützt werden. So bekommen die Busse des schwedischen Konzerns ein sogenanntes „Pedestrian and Cyclist Detection System“. Dieses erkennt, wenn sich andere Verkehrsteilnehmer dem Bus gefährlich nähern und warnt diese – und natürlich den Busfahrer – durch den Einsatz der Hupe. Das Warnsignal ertönt dabei unterschiedlich laut und schrill – je nachdem für wie gefährlich der Algorithmus die Situation tatsächlich hält. Auf diese Weise hofft das schwedische Unternehmen, die Zahl der Unfälle mit Fußgängern und Radfahrern reduzieren zu können.


Copyright: Volvo
Copyright: Volvo

Durch die Elektrifizierung wird der Straßenverkehr insgesamt deutlich leiser

Der Einsatz eines akustischen Warnsignals ist dabei auch eine Reaktion auf die zunehmende Elektrifizierung des Straßenverkehrs. Denn während Busse mit Dieselmotor zumeist sehr laut sind, verursacht der Elektromotor so gut wie keine Geräusche. Fußgängern und Radfahrern fehlt also eine akustische Komponente bei der Einschätzung der aktuellen Verkehrslage. Dies soll durch die akustischen Signale der Volvo-Busse zumindest teilweise kompensiert werden. Der schwedische Konzern gehörte dabei zu den Pionieren in Sachen Elektro-Busse: In Göteborg kamen im vergangenen Jahr die ersten voll elektrischen Linienbusse der Welt zum Einsatz – entwickelt und gebaut von Volvo.

Volvo ist in Sachen autonomes Fahren extrem innovationsfreudig

Die Technik zur Erkennung von Fußgängern und Radfahrern ist dabei dieselbe, die auch bei einigen Volvo-Autos bereits verwendet wird. Sie wurde allerdings an die speziellen Anforderungen von Bussen angepasst und kalkuliert daher auch deren Schwerfälligkeit mit ein. Theoretisch wäre es dabei auch denkbar, die Technik mit einer automatischen Bremsung zu verbinden. Bisher verzichtet Volvo bei seinen Bussen allerdings auf diese Möglichkeit. Grundsätzlich ist das Unternehmen im Bereich des autonomen Fahrens aber sehr innovationsstark. So stellten die Schweden mit dem Concept 26 eine interessante Studie vor, die Lust auf selbstfahrende Autos machte. Zuletzt gelang es einem Volvo-Truck zudem, selbstständig durch eine dunkle Mine zu fahren.


Via: Cision

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.