Die zivile Luftfahrt ist heute so weit verbreitet wie nie zuvor in der Geschichte. Fast jeder Ort der Welt kann problemlos mit dem Flugzeug erreicht werden. Eine Einschränkung ist aber noch immer gegeben: Bei zu langen Distanzen ist eine Zwischenlandung nötig. Bisher ist noch kein Passagierflugzeug in der Lage, die Welt zur Hälfte zu umrunden. Zwar haben bereits einige Testflüge mit solchen Distanzen stattgefunden, diese profitierten aber unter anderem von optimalen Windbedingungen. Gemeinsam mit den Flugzeugbauern will die australische Airline Quantas aber ab dem Jahr 2025 Direktflüge von London nach Sidney realisieren. Dabei müssen 16.989 Kilometer zurückgelegt werden – und damit gut 1.500 Kilometer mehr als bei der bisherigen Rekordstrecke zwischen Singapur und Newark.


Die australische Airline will Sidney direkt mit Europa verbinden. Foto: By Mark Harkin (VH-OQC A380 Qantas) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Die Business Class muss gut gefüllt sein

Die Basis für die Flüge auf der neuen Route sollen Flugzeuge des Typs Boeing 777X bilden. Diese müssen aber zunächst noch angepasst werden, um die lange Route zu ermöglichen. Denn zum einen muss das Gewicht bei Abflug und Landung reduziert werden. Davon profitieren in der Regel vor allem die Fluggäste. Denn dies geschieht, indem der Innenraum schlicht nicht so eng bestuhlt wird. Für die Airlines ist das allerdings nicht unproblematisch, weil sich die Flüge so vor allem durch eine gut gefüllte Business Class finanzieren müssen. Klassische Ferienorte hingegen sind nur schwer anzubinden. Außerdem sind auf den extrem langen Strecken zwei komplette Crews notwendig. Dementsprechend groß muss der Ruhebereich für die Mitarbeiter an Bord ausfallen.

Die Flugdauer liegt bei rund zwanzig Stunden

Trotz dieser Nachteile ist Quantas überzeugt, den Kunden durch die neue Strecke ausreichend Vorteile bieten zu können. Einige Argumente sind dabei durchaus stichhaltig: So dauert der Flug zwar knapp zwanzig Stunden – dies sind aber rund vier weniger als bei den bisher üblichen Flügen mit Umstieg. Außerdem kann logischerweise der Anschlussflug nicht mehr verpasst werden. Die Airline wirbt zudem damit, dass die Qualität des Schlafs besser ist, weil die Passagiere durchschlafen können. In der Economy Class dürfte dies aber ohnehin den wenigsten gelingen. Die Strecke von London nach Sidney ist nicht die letzte Herausforderung der zivilen Luftfahrt. Direktflüge von der britischen Hauptstadt nach Neuseeland gelten als noch schwieriger realisierbar.


Via: CNBC

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.