In der Autoindustrie gibt es eine Art Auseinandersetzung zwischen Befürwortern von Elektrofahrzeugen und Unterstützern von Brennstoffzellenautos. Beide Technologien nehmen für sich in Anspruch, eine nachhaltige und zukunftsträchtige Alternative zum Verbrennungsmotor zu sein. Aktuell scheinen Elektrofahrzeuge allerdings die Nase leicht vorne zu haben. Zumindest haben die Hersteller mehr entsprechende Modelle im Angebot und auch die benötigte Infrastruktur ist besser ausgebaut. Staatliche Förderprogramme – wie die Kaufprämie in Deutschland – tragen zu dieser Entwicklung bei. In den Warenlagern von Amazon wurden bisher ebenfalls Gabelstapler mit Elektroantrieb genutzt – was sich an insgesamt elf Standorten nun aber ändern soll. Dort setzt der Versandriese zukünftig auf Gabelstapler mit Brennstoffzelle.


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Amazon denkt sogar über den Kauf von Anteilen nach

Die Meldung ist auch deshalb von Interesse, weil die Umstellung mit erheblichen Investitionen verbunden ist. So sollen in diesem Jahr Gabelstapler der Firma Plug Power im Wert von 70 Millionen Dollar gekauft werden. Neben den Fahrzeugen selbst sind in dem Paket allerdings auch der Aufbau der benötigten Infrastruktur sowie das für den Antrieb notwendige Gas enthalten. Im nächsten Jahr werden dann noch einmal Investitionen in etwa doppelter Höhe erwartet. Zudem hat sich Amazon das Recht gesichert, 23 Prozent an der Firma Plug Power zu erwerben. Legt man dabei den aktuellen Börsenwert zugrunde würde dies noch einmal gut 70 Millionen Dollar kosten. Die Option tritt allerdings erst in Kraft, wenn Amazons Bestellvolumen 600 Millionen Dollar überschritten hat.


Die Brennstoffzelle ermöglicht längere Arbeitszeiten am Stück

Die Umstellung auf Gabelstapler mit Brennstoffzelle dürfte also nicht nur aus Lust und Laune geschehen. Vielmehr bringen diese einige Vorteile mit sich: Die Fahrzeuge können deutlich länger am Stück genutzt werden und das Auftanken geht auch schneller vonstatten als der Ladevorgang bei Elektrostaplern. Insgesamt muss Amazon also weniger Gabelstapler anschaffen und spart somit auch Platz ein. Allerdings ist die Brennstoffzellentechnologie nicht unumstritten. Denn um den für den Antrieb benötigten Wasserstoff zu produzieren, sind große Mengen an Energie nötig. Wirklich klimafreundlich ist der Einsatz daher nur, wenn Erneuerbare Energien zum Einsatz kommen.

Via: Reuters

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