Neben erheblichen Fortschritten in der traditionellen Raumfahrt kommen wir auch immer dichter an eine Zeitalter des Weltraumtourismus. Bereits jetzt arbeiten mehrere Unternehmen daran, regelmäßig Flüge ins All anzubieten, darunter Virgin Galctic. Die Vereinten Nationen wollen nun einheitliche Regeln festlegen, um den Wachstum in diesem Sektor zu unterstützen.


SpaceX Animation

Ein Regelwerk für die private Raumfahrt

Die International Civil Aviation Organization (ICAO) ist die Luftfahrtabteilung der Vereinten Nationen und möchte einheitliche Regeln für den Weltraumtourismus schaffen. Die Regeln sollen für gleiche Chancen in dem Sektor sorgen und die Entwicklung vorantreiben. So soll beispielsweise geregelt werden, wann und wo Starts ins All erlaubt sind, wie der Luftraum anderer Länder geachtet werden kann und wie eine Ansammlung von Weltraummüll verhindert werden kann.


If we do not find a way to meaningfully and pragmatically manage the important changes that aerospace innovators are generating, national requirements will not be harmonized, technology will be over- or under-regulated, and there will be more operational and commercial uncertainties. This is exactly what needs to be avoided”, so Dr. Olumuyiwa Benard Aliu, der Präsident der ICAO.

Um zu verhindern, dass jedes Land seine eigenen Regeln schafft, will die ICAO deshalb einheitliche Regeln festlegen. Momentan existiert ein derartiges internationales Regelwerk noch nicht. „Within the foreseeable future, space will no longer be the sole domain of professionally trained astronauts or the exceptionally wealthy. The lack of legal clarity represents a major challenge and must be addressed as soon as possible, to provide for appropriate standards and further encourage (not discourage) such activities“, heißt es in einem Paper von Tanja Masson-Zwaan des International Institute of Air and Space Law in den Niederlanden und Steven Freeland von der School of Law in Australien.

Einheitliche Regeln unterstützen den Fortschritt

Die ICAO gibt an, dass der Grund für die vorgenommenen Sondierungen in der steigenden Aktivität in der privaten Raumfahrt liegt. So werden beispielsweise weltweit vermehrt Raumhäfen gebaut und private Raketenstarts werden immer üblicher. “Personally, as an engineer, I am very excited to see the dream and theory of normalized space flight now becoming such a tangible reality”, so Dr. Aliu.

Neben der Outer Space Treaty von 1976 gibt es keine Regeln, an die sich private Unternehmen im All halten müssen. Das soll sich nun ändern. Ein einheitliches Regelwerk, ähnlich wie es in der Luftfahrt schon existiert, würde der privaten Raumfahrt mit Sicherheit gut tun.

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