Das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser wurde vor fünf Jahren von den Vereinten Nationen zu einem Menschenrecht erklärt. Dennoch sterben noch immer rund 1,5 Millionen Menschen jährlich an verunreinigtem Trinkwasser. Um diesen Missstand zu beheben, ist es einerseits wichtig, neue Frischwasserquellen zu erschließen – etwa durch das Bohren von Brunnen. Aber auch die kostengünstige und schnelle Aufbereitung von Schmutzwasser kann helfen, das Problem zu lösen. Genau hier setzt auch der neu entwickelte WaterStillar an. Dabei handelt es sich um eine Konstruktion, die Wasser mit Hilfe von Sonnenenergie erhitzt und so reinigt. Der Vorteil dabei: Sie kann fast überall zum Einsatz kommen.


Source: WaterStillar
Source: WaterStillar

Das System kommt ohne den Einsatz von Chemikalien aus

Die zugrundeliegende Technik ist dabei vielen sicherlich aus dem Campingurlaub in Südeuropa bekannt. Dort gilt es, Wasser aus der Leitung vor der Nutzung abzukochen, um Bakterien abzutöten und Erkrankungen zu vermeiden. Beim WaterStillar wird das Schmutzwasser nun ebenfalls erhitzt. Der dabei entstehende Dampf wird an der Decke aufgefangen und dann in Form von Wassertropfen abgeleitet und gesammelt. Sämtliche Verschmutzungen bleiben so zurück und das Wasser kann problemlos getrunken werden. Chemische Zusätze sind dabei nicht notwendig, das System funktioniert energieautark und ohne Zugabe von Fremdstoffen. Die Standardvariante produziert dabei zwischen 2000 und 3000 Liter Frischwasser pro Tag. Diese Menge lässt sich aber relativ leicht auch auf bis zu 10.000 Liter steigern.

80 Anlagen wurden bereits produziert

Die verwendeten Bauteile wurden dabei so ausgewählt, dass eine einmal installierte Anlage rund zwanzig Jahre betrieben werden kann – und zwar ohne dass eine fachmännische Wartung notwendig ist. Einzige Schwachstelle des WaterStillar ist die Dauer des Sonnenscheins. An bewölkten Tagen funktioniert der Reinigungsprozess deutlich langsamer, nachts kommt er komplett zum Erliegen. Bisher wurden bereits 80 Solarwasserreiniger produziert, die momentan in Kopenhagen und Mexiko City gelagert werden. Es wird nun eine Hilfsorganisation gesucht, die helfen kann, die Wasserreiniger in Gebiete ohne regelmäßigen Zugang zu sauberem Wasser zu bringen.


Via: WaterStillar

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