Weiterer Zukauf: Was Tesla mit dem Roboterhersteller Perbix vorhat

Tesla hatte zuletzt vor allem mit Negativschlagzeilen zu kämpfen: Lieferprobleme bei der Powerwall 2, Produktionsengpässe beim neuen Model 3 und die Trennung von hunderten Mitarbeitern sorgten bei Investoren und Beobachtern für Stirnrunzeln. Nun will der Konzern aber offenbar wieder in die Offensive kommen und hat eine wichtige Übernahme verkündet: Der US-Maschinenbauer Perbix wird in den Konzern integriert.

Ganz unbekannt ist der Name in der Tesla-Welt nicht: Der Zulieferer arbeitet bereits seit drei Jahren mit dem E-Auto-Pionier zusammen und hat unter anderem die Montagebänder in der Fabrik in Fremont installiert. Noch laufen diese allerdings nicht wie geplant: Ein Insider berichtete kürzlich, dass in keiner anderen Autofabrik noch so viel per Hand erledigt werden muss wie bei Tesla.

Auch der deutsche Anlagenbauer Grohman Engineering wurde übernommen

Offenbar verspricht sich Unternehmenschef Elon Musk durch den Zukauf eine Lösung dieser Probleme. Die offizielle Begründung fiel allerdings recht vage aus: Man arbeite daran, „die Maschine zu bauen, die die Maschine baut“, so der Konzern. Tatsächlich verfolgt Tesla diesen Ansatz bereits seit einiger Zeit. So wurde erst im vergangenen Jahr der deutsche Anlagenbauer Grohmann Engineering übernommen. Die Integration verlief allerdings nicht ganz reibungslos: Unternehmensgründer Klaus Grohmann zerstritt sich schnell mit Elon Musk und die Mitarbeiter drohten zwischenzeitlich sogar mit einem Streik. Inzwischen hat sich Tesla mit der IG Metall aber auf eine Lohnerhöhung geeinigt.

Vaavud Mjolnir windmesser, Rot
Preis: 31,36€
Zuletzt aktualisiert am 22.11.2017

Die Übernahme wird durch Bargeld und Aktien finanziert

Über den Kaufpreis für Perbix sind aktuell noch keine Details bekannt. Tesla gab lediglich bekannt, dass die Übernahme keine nennenswerten Auswirkungen auf die finanzielle Situation des Konzerns haben wird. Diese war zuletzt etwas angespannt: Aufgrund der Produktionsprobleme beim Model 3 musste das Unternehmen im dritten Quartal einen Rekordverlust verbuchen. Bezahlt wird der Kauf zudem durch einen Mix von Barzahlungen und eigenen Aktien. Durch die entsprechende Mitteilung an die Börsenaufsicht wurde zumindest bekannt, dass der bisherige Besitzer von Perbix, Jim Dudley, 34.722 Tesla-Aktien erhalten hat. Diese haben aktuell einen Wert von rund 10,5 Millionen Dollar. Der in Minneapolis beheimatete Maschinenbauer mit 300 Mitarbeitern soll seinen Sitz dort behalten und zu einer Art Außenposten mit besonderen Kompetenzen bei Tesla werden.

Via: Business Insider