Indien hat in Sachen Weltraumforschung in den letzten Jahren für Aufsehen gesorgt. Vor allem die erfolgreiche Mars Orbiter Mission brachte den indischen Wissenschaftlern viel Anerkennung ein – und eine Kooperation mit der NASA. Die US-Experten waren dabei vor allem von der Kosteneffizienz des Projekts begeistert. Zukünftig soll der Transport in das Weltall zudem noch günstiger werden. Denn die Experten der Indian Space Research Organisation arbeiten an einer Transportrakete, die Material in den Weltraum bringen kann – und anschließend wohlbehalten zur Erde zurückkehrt. Die mehrmalige Nutzung einer solchen Transportkapsel besitzt dabei das Potential, die Kosten für den Weltraumtransport massiv zu reduzieren.


Copyright: Indian Space Research Organisation
Copyright: Indian Space Research Organisation

Die Transportkapsel stieg auf eine Höhe von 70 Kilometern und drehte dann um

Die indischen Weltraumbehörden sind daher auch nicht die einzigen, die diese Idee verfolgen. So arbeitet Amazon-Boss Jeff Bezos mit seiner Firma Blue Origin ebenso daran wie Tesla-Chef Elon Musk mit dem Unternehmen SpaceX. Die indischen Ingenieure konnten nun aber immerhin einen ersten Erfolg verbuchen. Auf dem Weltraumbahnhof Sriharikota schickten sie eine Miniaturversion der geplanten Rakete auf die Reise. Diese hatte einen Durchmesser von etwa einem Meter – was einem Sechstel der später geplanten Größe entspricht. Die RLV-TD genannte Rakete erreichte dabei eine Höhe von 70 Kilometern, drehte dann um und landete erfolgreich im Meer. Dort konnte sie anschließend sicher geborgen werden.

Die Kosten für den Weltraumtransport sollen auf ein Zehntel sinken

Die indische Weltraumbehörde spricht daher von einem erfolgreichen Probeflug. Innerhalb der nächsten fünfzehn bis zwanzig Jahre soll es nun gelingen, eine voll funktionsfähige Version der Rakete zu entwickeln. Ersten Kalkulationen zufolge ließen sich damit die Kosten für den Transport eines Satelliten ins Weltall auf ein Zehntel der bisherigen Ausgaben reduzieren. Das indische Projekt unterscheidet sich dabei in zwei Punkten von den privaten Initiativen: Zum einen ist bisher kein Transport von Astronauten mit Hilfe des wiederverwendbaren Weltraumtransporters geplant. Zum anderen wird bei der Entwicklung vor allem Technik genutzt, die auf dem indischen Subkontinent entwickelt wurde.


Via: ISRO

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2 Kommentare

  1. Tobi

    24. Mai 2016 at 11:45

    ???? Fast 1zu1 Spaceshuttle! Chinesen sind nicht die einzigen die Ideen kopieren!

  2. Fattyman

    25. Mai 2016 at 13:15

    Von wegen 1 zu 1 Kopie….

    Ich würde mal sagen, dass die Gesetze der Aerodynamic und die Anforderungen an Raumfähren in Indien die gleichen sind wie in den USA. Eine Raumfähre soll möglichst viel in den Weltraum bringen – eine grob zylindrische Form ist da schon von Vorteil. Weiterhin soll eine Raumfähre wieder zur Erde zurückkehren. So große Fallschirme oder Prallsäcke, die eine Raumfähre unbeschadet zurückbringen, gibt es einfach nicht. Deshalb wird auf die üblich aerodynamische Weise verfahren – mit Stummelflügeln.

    Ich bin gespannt auf Alternativen, die nicht auf eine irgendwie geartete Kopie des Space-Shuttles hinauslaufen.

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