SpaceX ist es inzwischen gleich mehrfach gelungen, Raketen sicher wieder auf der Erde zu landen. Den Angaben des Unternehmens zufolge ist es günstiger, diese wieder aufzubereiten und erneut zu verwenden als eine komplett neue Rakete zu produzieren. Nun hat sich tatsächlich ein Kunde gefunden, der einen Transportflug mit einer solchen recycelten Rakete gebucht hat. Dabei handelt es sich um das luxemburgische Unternehmen SES, das einen Kommunikationssatelliten ins All schicken möchte. Die beiden Unternehmen verbindet bereits seit längerem eine enge Partnerschaft: SES war auch der erste kommerzielle Kunde von SpaceX überhaupt. Der Start der recycelten Falcon-9-Rakete ist noch für dieses Jahr geplant, wurde aber noch nicht exakt terminiert.


Quelle: SpaceX Facebook
Quelle: SpaceX Facebook

Die Kosten der Wiederaufbereitung sind nicht bekannt

„Wir glauben, dass wiederverwendbare Raketen eine neue Ära in der Raumfahrt eröffnen und den Weg frei machen für einen effizienteren Zugang zum Weltraum in Sachen Kosten und Ladungsmanagement“, erklärt Martin Halliwell, Chief Technology Officer bei SES, die Hintergründe des geplanten Flugs. Wieviel sein Unternehmen dafür allerdings bezahlen muss, wollte er zunächst nicht verraten. SpaceX wiederum nannte keine konkreten Zahlen, was die Wiederaufbereitung der Rakete genau gekostet hat. Experten gehen aber davon aus, dass SES einen Rabatt von rund dreißig Prozent erhält. Dies würde eine Ersparnis von rund zwanzig Millionen Dollar bedeuten. Unklar ist allerdings, ob sich dieser Preis für SpaceX rechnet.

Die Rakete absolvierte bereits im April einen Transportflug zur ISS

Denn für das Unternehmen dürfte es vor allem wichtig sein, zu zeigen, dass die Technik funktioniert. Immerhin handelt es sich um eine Weltpremiere: Nie zuvor wurde eine Weltraumrakete mehr als einmal genutzt. Konkret zum Einsatz kommen soll dabei die Rakete, die im April einen Transportflug zur ISS absolvierte und anschließend auf einer im Meer schwimmenden Plattform landete. Der Erfolg des nun anstehenden zweiten Flugs könnte für SpaceX einen Meilenstein darstellen. Denn wenn SES mit dem Transport zufrieden sein sollte, dürften schon bald auch andere Firmen Transportflüge mit den Recyclingraketen buchen. SpaceX hätte dann sein Ziel erreicht: Das Unternehmen war einst mit dem Anspruch angetreten, die Kosten von Weltraumtransporten massiv zu verringern.


Via: Ars Technica

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1 Kommentar

  1. Christoph

    1. September 2016 at 02:35

    Wahrscheinlich arbeiten die bei diesem Mal noch überhauptnicht kostendeckend. Aber es geht hierbei um den Beweis, dass es funktioniert und Unternehmen das auch grundsätzlich machen. Die Preise werden wohl nicht verraten um spätere Diskussionen zu vermeiden. Vielleicht bringen die 2017 dann auch den Keo-Satelliten hoch. Sobald das öfter gemacht wird, wird das ganze auch günstiger werden. Die Raumfahrt ist eines der tollsten Sachen unserer Zeit. Hoffentlich wird da noch ganz viel passieren.

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