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Weltrekord: Dänemarks Windenergie deckt 42 Prozent des Strombedarfs

Die deutsche Energiewende gilt weltweit als ein gewagtes Experiment, das mit großem Interesse verfolgt wird. Dabei sind andere Länder schon viel weiter, was die Nutzung erneuerbarer Energien angeht. Beispielsweise Uruguay, das inzwischen rund 95 Prozent seines Strombedarfs durch erneuerbare Energien deckt. In Sachen Windenergie ist allerdings Dänemark weltweit führend. So sorgten die über das Land verteilten Windränder im vergangenen Jahr für 42 Prozent der in Dänemark benötigten Elektrizität. Ein weltweit unerreichter Wert. Wie bei Windrädern üblich, war die Produktion über das Jahr gesehen allerdings schwankend. Den Rekord setzte dabei der Juli 2015 als die Windstromproduktion den nationalen Energiebedarf sogar deutlich überstieg. Die Energie wurde dann nach Deutschland, Schweden und Norwegen exportiert.

Viele Windräder bilden in Rumänien einen Windpark

Auch in Rumänien ist die Windkraft Teil des Energiemixes: Der Windpark Fântânele-Cogealac. Foto: By Sandri Alexandra from Romania (Fântânele-Cogealac Wind Farm, Romania) [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

In Deutschland liegt der Anteil der Windenergie deutlich niedriger

Das vergangene Jahr war allerdings auch in Dänemark außergewöhnlich windig. Die Rekordzahl ist also nicht nur auf den Bau neuer Windräder zurückzuführen. Auch im Jahr 2014 war Dänemark aber schon weltweit führend, was den Anteil der Windenergie an der Stromproduktion betrifft – damals noch mit einem Wert von 39 Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland kommt die Windkraft auf dem Wasser und zu Lande gemeinsam auf einen Anteil von 13,3 Prozent. Deutschland gehört dabei zu den Ländern, die einen regen Stromhandel mit Dänemark betreiben. Beide Länder versuchen so, die Schwankungen in der Energieproduktion der erneuerbaren Energien durch Ex- und Importe in das Nachbarland auszugleichen.

Bis 2020 soll die Hälfte der Stromproduktion auf erneuerbaren Energien basieren

Übergeordnetes Ziel der dänischen Regierung ist es, bis zum Jahr 2020 den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromproduktion auf über fünfzig Prozent zu steigern. Dabei scheint das Land auf einem sehr guten Weg zu sein. Zumal die Windenergie in den letzten zehn Jahren ihre Energieproduktion jährlich konstant steigern konnte. Deutschland hinkt dem nördlichen Nachbarn da noch ein wenig hinterher. Hierzulande stammt aktuell rund ein Drittel der jährlichen Stromproduktion aus Erneuerbaren Energiequellen. Auch hier ist in den nächsten Jahren allerdings ein deutlicher Anstieg geplant – auch wenn keine konkreten Ziele benannt wurden.

Via: Digital Journal

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